Not sehen und handeln.
14 Dez 2020
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Ihr Platz an der Tafel – Bereits jetzt anmelden!

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Welt wie wir sie kennen steht still. Gerade jetzt wieder im verlängerten Teil-Lockdown. Die Corona-Pandemie bestimmt unser Leben und wir fragen uns wann es wieder echte Begegnungen und ein gewohntes Weihnachtsfest geben wird. Das fragen sich auch viele unserer Kund*innen der Baden-Badener Tafel.

Die Corona-Krise hat auch große Auswirkungen auf die Arbeit des Caritasverbandes Baden-Baden. Aufgrund der derzeitigen Situation bemühen wir uns wöchentlich um die Aufrechterhaltung des Tafelladens. Das primäre Ziel ist es, die Kund*innen mit günstigen Lebensmitteln versorgen zu können. Das wird uns in der derzeitigen Situation nicht einfach gemacht. Viele Herausforderungen sind zu bewältigen. Seit Beginn der Pandemie können wir die Tafel nur noch zwei statt drei Mal pro Woche öffnen. Die Mehrheit der ehrenamtlichen Unterstützer*innen ist älter als 60 Jahre und gehört damit zur Risikogruppe. Darüber hinaus kommen immer weniger Kund*innen in die Tafel. Die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Lichtental muss gut durchdacht sein. Auch das lange Warten wegen der Sicherheits- und Hygienevorschriften stellt sich für viele als Hindernis heraus, gerade in dieser kalten und nassen Jahreszeit.

Vor rund einem Jahr hat der letzte Benefizabend zugunsten der Baden-Badener Tafel im Brenners Parkhotel & Spa stattgefunden. Diese schon fast traditionelle Veranstaltung kann dieses Jahr leider nicht stattfinden. Gerne hätten wir Sie wieder zu den gewohnt hervorragenden kulinarischen Erlebnissen im wunderschön arrangierten Flair der Baden-Badener Gastronomie und Hotellerie eingeladen. All diese Einschränkungen haben bei uns große wirtschaftliche Auswirkungen. Wir rechnen mit einem außergewöhnlich hohen Defizit.

Helfen Sie uns zu helfen! Spenden Sie für die Baden-Badener Tafel, damit wir unsere hilfebedürftigen Mitbürger*innen unterstützen können. Wir und die uns anvertrauten Menschen danken Ihnen dafür.

Herzliche Grüße
Thorsten Schmieder
Geschäftsführender Vorstand

IHR PLATZ AN DER TAFEL – BEREITS JETZT ANMELDEN!

Wenn wir Ihnen in/für 2021 (wieder) eine Einladung zum kommenden Benefizdinner 2021 senden dürfen, senden Sie uns bitte eine E-Mail an caritas@caritas-baden-baden.de mit Ihrem Namen und Ihrer vollständigen Anschrift.

Sobald eine Anmeldung verbindlich möglich ist, senden wir Ihnen eine persönliche Einladung an die von Ihnen genannte Adresse. (Ihre Daten werden nur für diesen Zweck bei uns gespeichert – siehe Datenschutzerklärung.)

04 Dez 2020

Der soziale Kitt unserer Gesellschaft

Caritas-Geschäftsführer Thorsten Schmieder zur Bedeutung der Ehrenamtlichen

Für uns ist der Tag des Ehrenamts von ganz besonderer Bedeutung“, betont Thorsten Schmieder, geschäftsführender Vorstand der Caritas Baden-Baden. Wie hoch der freiwillige Einsatz der Helfer einzuschätzen ist, habe sich besonders in den zurückliegenden Monaten gezeigt, als viele auf Hilfe angewiesen waren …

Vollständiger Bericht aus dem Badischen Tagblatt als PDF

01 Dez 2020

43 Kärtchen am Wünschebaum

Aktion von Caritas-Wohnungslosenhilfe und Volksbank – Keine Weihnachtsfeier möglich

Auch wenn coronabedingt im Advent gerade vieles anders ist – der Weihnachtsbaum in der Volksbank- Filiale in Baden-Oos ist auch in diesem Jahr ein Wünschebaum. 43 Kärtchen hängen an den Zweigen, und auf jedem ist ein kleiner Geschenke-Wunsch eines Obdachlosen notiert, der im Vorfeld von der Wohnungslosenhilfe der Caritas abgefragt wurde …

Vollständiger Bericht aus dem Badischen Tagblatt als PDF

01 Sep 2020

Corona -Pandemie

Corona-Pandemie betrifft auch die Baden-Badener Caritas-Arbeit
Ganz nach dem Motto des Deutschen Caritasverbandes „Not sehen und handeln“ und im Zuge der anhaltenden Pandemie um den neuartigen Corona-Virus (SARS-CoV-2) möchte der Caritasverband Baden-Baden e.V. über den Umgang mit den tagtäglichen Herausforderungen sowie den damit verbundenen Folgen und Präventionsmaßnahmen informieren.

Derzeit besteht viel Unsicherheit und Sorge in der Bevölkerung und damit auch bei den uns anvertrauten Menschen in den verschiedenen Fachdiensten. Daher möchten wir unsere Klient*innen, Bewohner*innen, Kund*innen, Besucher*innen sowie Gäste, die mit Sicherheit Fragen haben, über unser Handeln informieren.

In unseren Caritas-Einrichtungen haben wir alle zum aktuellen Zeitpunkt erforderlichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen ergriffen, um eine Verbreitung und Infektion in unseren ambulanten und teilstationären Tätigkeitsbereichen weitestgehend zu unterbinden bzw. einzuschränken. Permanent halten wir uns an die Richtlinien und Empfehlungen des Robert Koch-Institutes und halten einen angemessen hohen Schutz- und Hygienestandard vor. Wir befinden uns im ständigen Austausch mit dem Gesundheitsamt des Landratsamtes Rastatt. Ein zentraler Krisenstab um Vorstandschaft und Aufsichtsrat, Geschäftsführung, Fachbereichsleitungen und Mitarbeitervertretung befinden sich im engen Kontakt. Darüber hinaus sind alle Einrichtungen des Caritasverbandes über eine disziplinierte Händehygiene, Husten- und Nies-Etikette informiert.

Alle Veranstaltungen innerhalb unserer Einrichtungen wurden bis auf weiteres abgesagt und auf noch nicht festgelegte Termine verschoben.

Wir halten alle Sie auf dem Laufenden.

Ergänzende PDF’s

Weitere Links:

01 Mrz 2020

Zeit für die Enkel und zum Gitarre spielen

Geschäftsführer Jochen Gebele geht nach fast 35 Jahren beim Caritasverband Baden-Baden in den Ruhestand

Das ganze Berufsleben bei einem Arbeitgeber zu verbringen, schaffen nicht viele Menschen. Jochen Gebele ist einer von ihnen. Der 64-Jährige arbeitete seit seinem Zivildienst in verschiedenen Verbänden
der Caritas: Von Konstanz hat es ihn nach Horb am Neckar und letztlich nach Baden-Baden verschlagen. Er war sein ganzes Berufsleben dem Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche treu …

Vollständiger Bericht aus den Caritas-News als PDF

16 Jan 2020

Nächstenliebe als Lebensaufgabe

Angelika Berger ist die neue Geschäftsführerin des Caritasverbands Baden-Baden

Angelika Berger ist eine große Frau, Ihre 1,85 Meter Körpergröße wirken noch etwas mehr, wenn sie selbstbewusst und freundlich lächelnd auf einen zukommt. Seit dem 1. Oktober ist die Diplom-Betriebswirtin Geschäftsführerin des Caritasverbands

04 Sep 2019

Leitwort September 2019

Scham und Menschenwürde

Scham was ist das? Wir alle kennen das Gefühl. Scham löst Verletzlichkeit bis hin zu schmerzhaften Erinnerungen aus. Scham ist peinlich. Unser Körper reagiert darauf, oftmals z.B. mit Erröten. Der beschämte Mensch zieht sich zurück, er igelt sich ein, er flüchtet oder er geht in den Kampf. Die Würde des Menschen ist verletzt und dies kann durch andere (aktiv) oder durch sich selbst (passiv) geschehen.
Fällt Ihnen in diesem Moment eine Situation ein, wo und weshalb Sie errötet sind? Mir werden viele Situationen bewusst. Vor allem, wie das Umfeld auf meine Errötung reagierte. Der Mensch erinnert sich oftmals eher an die Reaktionen seines Umfeldes.

Zum Thema Menschenwürde und Scham bildet Dr. Stephan Marks (Sozialwissenschaftler, Supervisor und Sachbuch-Autor) Berufstätige, die mit Menschen arbeiten fort. Z. B. Seelsorger, Führungskräfte, Berater, Psychotherapeuten, Sozialpädagogen, Mediziner u.v.a..

Vor ein paar Jahren war ich bei einer seiner Fortbildungen. Das Thema hat mich nicht nur im Verlauf der Fortbildung beschäftigt, sondern auch im Anschluss. Ich habe mich selbst beo-bachtet: wo, wie und wann begegnet mir das Thema Scham im beruflichen aber auch privaten Kontext? Wie gehe ich mit Scham um? Wann und von wem wurde ich in meinem Leben beschämt? Aber auch: wann habe ich andere beschämt?

Das Gefühl Scham wird in unserer Gesellschaft tabuisiert. Es spricht kaum jemand darüber. Dabei ist die Scham nicht nur negativ, sie ist ein wichtiger Bestandteil unserer Entwicklung. Leon Wurmser sagt: „Scham ist die Wächterin der menschlichen Würde.“ Scham entwickelt sich in der frühen Kindheit ab ca. Mitte des 2. Lebensjahres. Die Scham wird über Generatio-nen weitergereicht in unterschiedlichen Kontexten wie z. B. Familie, Kindergarten, Schule u.v.a.
Scham ist nicht das Gleiche wie Beschämung. Scham ist eine natürliche Reaktion einer Person, wenn sie z.B. einen Fehler gemacht hat. Dagegen wird Beschämung ausgelöst, indem Menschen andere Personen mit Verachtung, Ausgrenzung, Bloßstellung oder Verhöhnung gegenübertreten.

Die Scham kann in vier Schwerpunkte unterteilt werden, die jedoch ineinanderfließen können.
Scham infolge von Missachtung, von Grenzverletzungen, von Ausgrenzung und Verletzung der eigenen Werte.
Ein Grundbedürfnis jedes Menschen ist Anerkennung. Wird dieses Bedürfnis verletzt, z. B. wenn Menschen nicht gesehen oder wie Luft behandelt werden, können aufgrund dieser Missachtung Schamgefühle entstehen. Diese werden auch ausgelöst, wenn körperliche oder seelische Grenzen überschritten werden oder wenn öffentlich die Privat- oder Intimsphäre verletzt wird. Ein weiteres Grundbedürfnis des Menschen ist die Zugehörigkeit. Wird diese verletzt, indem Ausgrenzungen geschehen, weil Menschen als „anders“ als „schwach“ bewertet werden z. B. Arbeitslose, psychisch Kranke, Arme, Behinderte – dann schämt sich die be-troffene Person für ihr Dasein. Schamgefühle können auch durch Verletzung der eigenen Werte und der persönlichen Integrität entstehen.

Marks sagt: „Die Würde eines Menschen zu achten, bedeutet damit – aus der Sicht der Schampsychologie – ihm oder ihr überflüssige, vermeidbare Scham ersparen. Das heißt, einen „Raum“ zur Verfügung zu stellen, in dem er oder sie Anerkennung, Schutz, Zugehörigkeit und Integrität erfährt.“

Mit diesem Artikel möchte ich Sie zum einen darauf aufmerksam machen, dass nicht nur wir Mitarbeiter*innen am Arbeitsplatz mit unseren Klienten achtsam umgehen sollten, sondern jeder in unserer Gesellschaft sollte sich bewusstmachen, wie die Würde meines Gegenübers geachtet werden kann. Zum anderen möchte ich Sie neugierig machen, sich mit dem Thema Scham zu beschäftigen.

Es grüßt Sie herzlich
Isolde Jenc
Mitarbeiterin in der Gemeindepsychiatrie und Gemeindecaritas
Sozialarbeiterin/-pädagogin (B.A.)
Gestalttherapeutin und Systemische Beraterin