Not sehen und handeln.
27 Jun 2022

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt Sozialarbeiter*innen, Sozialpädagoge*innen (m/w/d)

Der Caritasverband Baden-Baden e.V. sucht für die Projekte „Werkstatt Integration“ und „Caritas4U“ im Stadtteilzentrum Briegelacker zum 01. Juli 2022 eine Sozialarbeiter*in/Sozialpädagogen*in in Teil-zeit (80 %).

Das Stadtteilzentrum Briegelacker ist eine Begegnungs- und Veranstaltungsstätte für die Stadt Baden-Baden. Die sozialraumorientierte Integrationsarbeit der des Zentrums setzt sich aus gemeinwesenorientierten Angeboten für alle Altersklassen sowie der allgemeinen Förderung der Integration zusammen. Diese beiden Bereiche sind Grundlage unseres sozialpädagogischen Handelns und bilden die Basis unserer vielfältigen Angebote und Dienste.

Eine Stellenteilung in Teilzeitstellen ist möglich.

Zur Stellenanzeige

04 Okt 2021

„Afrikultur“ – Eine Lese-Reise im Stadtteilzentrum Briegelacker

Ein Hauch von Afrika lag in der Luft, während der ausgebuchten Lesung von Leonie Ganyou-Diefe, die ihr erstes eigenes Buch, „Afrikultur“ im Rahmen der „Interkulturellen Wochen“ vorstellte. Die Lesung fand im Rahmen der Interkulturellen Woche der Stadt Baden-Baden statt und stieß auf sehr großes Interesse, was die Veranstalter, das Stadtteilzentrum Briegelacker des Caritasverbandes Baden-Baden e.V. und die Autorin sehr freute. Zunächst bedankte sich Leonie Ganyou-Diefe bei zahlreichen Unterstützern und Förderern, und auch bei ihrer Familie, die sie in ihrem Projekt sehr unterstützt hat. Sehr lebendig, mit vielen praktischen Beispielen aus ihrem Leben schilderte sie anschließend die Traditionen der „Grassfield-Kultur“, der sie – aus Kamerun stammend – angehört. Die Bezeichnung „Grassfield“ kommt aus der Kolonialzeit und bezeichnete ursprünglich die „Bewohner des Grasfeldes“ informiert die Autorin, die inzwischen deutsche Staatsbürgerin ist, die interessierten Zuhörer. „Es ist wichtig, dass man seine Wurzeln kennt, damit man weiß, wohin man gehen möchte“ – wiederholt sie immer sehr eindringlich und liest – unterstützt von ihren Kindern Valerie und Stefan – Passagen aus ihrem Buch vor. „Musik ist bei uns sehr wichtig, es gibt eigentlich nichts ohne Musik in unserem traditionellen Leben“ erzählt sie und so wird auch während der Lesung immer die passende traditionelle Musik eingespielt was die Zuhörer sichtlich bewegte.

Spannend war auch der lange Weg zur Eheschließung, den die Autorin sehr anschaulich schilderte:“ Dass man einfach nach Hause kommt und sagt: Hallo, das ist jetzt meine neue Freundin“ – das geht gar nicht bei der Grassfield-Kultur“ lacht die überhaupt sehr fröhliche Schriftstellerin. Die einzelnen Schritte vom „Anklopfen“ des Bräutigams bis zu dem Besuch der Großmütter, die die zukünftigen Eheleute durchlaufen müssen, wurden von Ganyou-Diefe und ihren beiden Kindern sehr anschaulich geschildert.

Am Ende der Lesung ging es auch um das Ende des Lebens und die Zuhörer erfuhren wie anders man in anderen Kulturen mit dem Tod umgehen kann. Die Trauerfeiern bei den Grassfield sind sehr große Feste und sind auch an sehr viele Riten geknüpft. Da der Tod für sie auch eine Wiedergeburt in ein neues spirituelles Leben bedeutet, wird nachdem die einzelnen Trauer-Rituale mit entsprechendem Gesang und Musik durchlaufen sind und viel geweint und wehgeklagt wurde, die Trauerstätte fröhlich verlassen und fröhliche Musik gespielt. Mit dieser fröhlichen Musik ging schließlich auch ein eindrucksvoller Abend zu Ende und die annähernd 40 Besucher konnten einen Hauch von Afrika nach Hause mitnehmen.

Das Buch „Afrikultur“ von Leonie Ganyou-Diefe ist im Aquensis-Verlag Baden-Baden erschienen und ist bald im Buchhandel, jetzt bereits schon bei der Buchhandlung Strass erhältlich.

30 Sep 2021

Vernissage an der frischen Luft

Stadtteilfest im Blick – Impressionen im Großformat

Bei strahlendem Sonnenschein und mit zahlreichem Besuchern fand am Montag die Vernissage zur Open-Air-Ausstellung „Stadtteilfest im Blick“ vor dem Stadtteilzentrum Briegelacker des Caritasverband Baden-Baden statt. Die Ausstellung wurde bereits im Juni gezeigt. Nun wurde sie für die Interkulturelle Woche der Stadt Baden-Baden nochmals installiert. Fachbereichsleiter Frank Herzberger zeigte sich sehr erfreut, „dass wir nun den interessierten Gästen auch wieder etwas zu trinken und zu essen anbieten können, um auf diesem Weg einen kleinen Einblick in die verschiedenen Kulturen des Stadtteils geben zu können – auch wenn das nicht mit dem breitgefächerten Angebot an internationalen Spezialitäten beim Stadtteilfest vergleichbar war“. Das kleine und kostenlose, aber dennoch sehr feine Spezialitätenangebot beinhaltete indische Pekoras, somalische Sambusas, russische Kekse und andere internationale Süßigkeiten.
Natürlich gab es für die Vernissage-Besucher auch ein Glas Sekt oder Wasser. Viele vorbeilaufenden Passanten nutzten die Gelegenheit zu einem Plausch und betrachteten die Bilder der vergangenen Stadtteilfeste mit Wehmut. „Es fehlt uns schon sehr, das Fest, das ist sonst immer ein Höhepunkt im Jahr auf den sich die ganze Familie freut.“ – so erzählt eine Bewohnerin der Straße. Für Kinder gab es kleine Spielzeuge zum Mitnehmen und für Jugendliche Spielangebote im Jugendtreff. Auch sie fragten, wann es denn endlich wieder los geht, mit dem Stadtteilfest.

Frank Herzberger und das Team des Stadtteilzentrums Agnes Lemcke, Franziska Franke und Adrian Struch, die die Vernissage sowie die Spielangebote durchführten, hoffen auf ein buntes Fest in der Briegelackerstraße im kommenden Jahr. „Bis dahin freuen wir uns, dass wir unsere Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien überhaupt wieder starten und durchführen können. Und natürlich, dass diese Veranstaltung heute so gut angenommen wurde“ resümiert das Team einstimmig.

21 Mai 2021

Mitarbeiterfest für Zuhause

Für ehrenamtliche Mitarbeitende als Dankeschön für Mitarbeit und Verbundenheit

„Tolle Idee von Euch“, „Vielen, vielen Dank“ – diese Worte  und dazu viele lachende Gesichter, – das gab es vor kurzem im Stadtteilzentrum Briegelacker.

Wie jedes Jahr im Frühjahr wurden die ehrenamtlich Engagierten der beiden Caritaseinrichtungen Stadtteilzentrum Briegelacker und Jugendtreff Brücke 99 zu einem Dankesfest eingeladen. Das Fest ist mittlerweile zur Tradition geworden und bietet für die über 90 Ehrenamtlichen auch die Möglichkeit zum gegenseitigen Kennenlernen und Austausch. Im vergangenen Jahr musste, das für Ende März geplante Fest kurzfristig pandemiebedingt abgesagt werden. In diesem Jahr erhielten die Ehrenamtlichen des Fachbereichs Kind, Jugend, Familie eine Einladung zum Ehrenamtsfest 2021. Sehr viele nahmen die Einladung an und kamen – aufgrund der aktuell geltenden Bestimmungen – nicht wie sonst üblich in den großen Saal des Stadtteilzentrums. Ein besonderes Merkmal an diesem Fest ist es eigentlich, dass die Ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen, ohne die viele Angebote der beiden Einrichtungen nicht möglich wären, an diesem Abend von den hauptamtlichen Mitarbeiter*innen bedient werden. „So können sich die hauptamtlichen Mitarbeiter*innen jedes Jahr nicht nur durch Worte, sondern auch durch Taten bei den ehrenamtlichen MA für ihren Einsatz bedanken.“ so Fachbereichsleiter Frank Herzberger

In diesem Jahr lieferten die hauptamtlichen Mitarbeiter*innen das Fest in einer caritasroten Tasche mit Lasagne, Getränk nach Wahl, Nachtisch und Dekoration zu den Ehrenamtlichen nach Hause.

Es gab aber auch die Möglichkeit die Taschen direkt im Stadtteilzentrum nach Anmeldung abzuholen. Am Abend durften die treuen Helfer*innen ihr Fest zum Teil auch gemeinsam mit Partnern oder Kindern in den eigenen vier Wänden feiern. In einem Begleitschreiben wurde der Inhalt der Tasche und der Verlauf der „Veranstaltung“ geklärt. Zunächst durfte der Tisch mit Servietten und Blümchen aus der Tasche dekoriert werden. Während die von der Pizzeria „Da Saverio“ gespendete und vorgebackene Lasagne im Backofen fertig gebacken wurde, konnten die „Gäste“ Zeit mit einem Getränk ihrer Wahl, gesponsert vom Scheck-In Center Baden-Baden, anstoßen. Dazu konnten sie sich mit dem eigens angefertigten Fotobuch einen Einblick in die Sozialarbeit der beiden Einrichtungen, auch hinter die Kulissen in der Pandemiezeit, verschaffen. Zum Nachtisch gab es leckere Muffins, die von der Bäckerei Austen zur Aktion beigesteuert wurden. Dank dieser Unterstützer und weiterer Sponsoren konnte das Fest kostenneutral durchgeführt werden. Das Team des Fachbereichs war überwältigt von der Resonanz und den positiven Rückmeldungen, die sie sowohl bei der Übergabe der Taschen als auch im Nachgang der Veranstaltung erhielten. Auf beiden Seiten war es jedoch der größte Wunsch 2022 wieder gemeinsam im Saal des Stadtteilzentrums zu feiern.

Text: Frank Herzberger | Foto: Caritasverband

23 Apr 2021

Online-Workshop „Besinnlichkeit mit Kunst: der Isenheimer Altar und seine Botschaft“

Seit vielen Jahren bietet der Caritasverband Baden-Baden e.V. verschiedene Fortbildungsangebote für ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter so-wie Interessierte im Asyl- und Flüchtlingsbereich an.

Am vergangenen Donnerstag fand unter dem Titel: “Besinnlichkeit mit Kunst: der Isenheimer Altar und seine Botschaft“ eine weitere digitale Fortbildungsveranstaltung statt.
„Normalerweise würde ich Sie jetzt herzlich im Stadtteilzentrum Briegelacker beim Caritasverband Baden-Baden e.V. zu einem Präsenztermin begrüßen – leider hat uns hier die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht“ mit diesen Worten begrüßte Adrian Struch, hauptamtlicher Mitarbeiter beim Caritasverband Baden-Baden die 11 Teilnehmer des digitalen Workshops.
Umso mehr freute sich Adrian Struch, dass Dr. Jörg Sieger, Projektreferent des Caritasverbandes für die Erzdiözese Freiburg e.V.“ bereit war, den Workshop online anzubieten.

Den Alltag durch das Eintauchen in die Betrachtung eines der bedeutendsten Werke der Kunstgeschichte vergessen. Wegen dem Isenheimer Altar ist das Unterlinden Museum in Colmar eines der am stärksten frequentierten Museen Frankreichs, man sagt, nach dem Louvre in Paris, das am zweithäufigste besuchte Museum. Der Referent nahm die TeilnehmerInnen mit auf eine Reise durch die
Kunstgeschichte und lieferte mit Hilfe gut ausgewähltem Bildmaterial zum Isenheimer Altar auch eine theologische Deutung.

Die Fortbildung war Teil des Fortbildungsprogramms „Qualifiziert. Engagiert II“, das durch das Landesprogramm „Integration durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft“ sowie durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg gefördert wird. Informationen hierzu können bei der Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte (Ehrenamt) Svetlana Bojcetic der Stadt Baden-Baden erfragt werden.
Organisiert wurde die Veranstaltung von Adrian Struch im Rahmen des Projekts „Werkstatt Integration“ beim Caritasverband Baden-Baden e.V.. Hier werden für verschiedene Projektmodule, zum Beispiel das Patenprojekt für Flüchtlinge, Sprachtreffs und weitere Angebote weiterhin ehrenamtliche Helfer gesucht.
Sollten Sie Interesse haben, können Sie sich telefonisch an Herrn Adrian Struch (Tel.: 07221/1835-25) wenden.

Text und Foto: Adrian Struch

08 Feb 2021

Caritasverband Baden-Baden e.V. bietet interkulturellen Online-Workshop „Man sieht nur, was man kennt“ an.

Seit vielen Jahren bietet der Caritasverband Baden-Baden e.V. verschiedene Fortbildungsangebote für ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter sowie Interessierte im Asyl- und Flüchtlingsbereich an.

Am vergangenen Samstag fand unter dem Titel: “Man sieht nur, was man kennt“ die erste digitale Fortbildungsveranstaltung statt.
„Normalerweise würde ich Sie jetzt herzlich im Stadtteilzentrum Briegelacker beim Caritasverband Baden-Baden e.V. in einem Tagesseminar zur interkulturellen Sensibilisierung begrüßen – leider hat uns hier die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht“ mit diesen Worten begrüßte Adrian Struch, hauptamtlicher Mitarbeiter beim Caritasverband Baden-Baden die 11 Teilnehmer des digitalen Workshops. Umso mehr freute sich Adrian Struch, dass Dr. Jörg Sieger, Projektreferent des Caritasverbandes für die Erzdiözese Freiburg e.V.“ bereit war, sein Tagesseminar in einen 2 stündigen Online-Workshop umzugestalten.

Hierbei ging es unter anderem um Missverständnisse zwischen Menschen, um „Normalitäten – wie sie jeder von uns kennt“ und die eigene Prägung. Es wurde Stolpersteinen in der Begegnung zwischen Menschen nachgespürt und für diese sensibilisiert. Natürlich konnte in der Kürze der Zeit und den Mitteln einer Videokonferenz das Thema nur angerissen werden. Nichtsdestotrotz wurden auch mittels interaktiver Elemente, Anstöße zum Weiterdenken und zur selbstständigen Beobachtung gegeben.
Die Fortbildung war Teil des Fortbildungsprogramms „Qualifiziert. Engagiert II“, das durch das Landesprogramm „Integration durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft“ sowie durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg gefördert wird. Informationen hierzu können bei der Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte (Ehrenamt) Svetlana Bojcetic der Stadt Baden-Baden erfragt werden.
Organisiert wurde die Veranstaltung von Adrian Struch im Rahmen des Projekts „Werkstatt Integration“ beim Caritasverband Baden-Baden e.V.. Hier werden für verschiedene Projektmodule, zum Beispiel das Patenprojekt für Flüchtlinge, Sprachtreffs und weitere Angebote weiterhin ehrenamtliche Helfer gesucht. Sollten Sie Interesse haben, können Sie sich telefonisch an Herrn Adrian Struch (Tel.: 07221/1835-25) wenden.

Text und Foto: Struch

30 Sep 2020

Stadtteilzentrum Briegelacker unterwegs – Integration (er-)leben

Das Stadtteilzentrum Briegelacker des Caritasverband Baden-Baden e.V. ist seit vielen Jahren ein Zentrum der Integration in Baden-Baden. Neben vielen Angeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene schafft es im Rahmen von Veranstaltungen viele Begegnungen zwischen Menschen und informiert über die Integrationsarbeit. Diese Veranstaltungen waren im aktuellen Corona-Jahr bisher leider nicht wie gewohnt umsetzbar. Deshalb werden die Mitarbeiter, ehrenamtlich Engagierte und aktive Migranten am Freitag, den 02. Oktober an verschiedenen zentralen Punkten in der ganzen Stadt unterwegs sein und für Gespräche, Fragen und einen offenen Austausch zum Thema „Integration in Baden-Baden“ bereit stehen. Wir freuen uns auf zahlreiche Begegnungen und interessante Gespräche.

Hier finden Sie uns:
08:30 – 10:00 Uhr: Bernhardusplatz (vor der Kirche St. Bernhard)
11:00 – 12:30 Uhr: Hirschmauer/Lange Straße
13:30 – 15:30 Uhr: Shopping Cité

21 Sep 2020

Migrationsberatung für Erwachsene

Seit 2016 bietet der Caritasverband Baden-Baden e.V. im Stadtteilzentrum Briegelacker Beratung für Migranten an. Diese richtet sich an alle Migranten ab 27 Jahren in den ersten drei Jahren Ihres Aufenthalts in Deutschland. Viele Migranten und Geflüchtete benötigen eine intensive Begleitung von Anfang an und kommen mit anspruchsvollen und aufwendigen Anfragen in die Beratung zu Themen wie Deutschlernen, Familiennachzug, Bildung und Schule, berufliche Integration, Bewältigung von erlittenen Traumatisierungen, gesellschaftliche Teilhabe.
Dies erfordert eine sehr aufwendige Beratungsarbeit und Kooperationen mit weiteren Fachdiensten. Die aus der EU zugewanderten Ratsuchenden sind häufig Menschen, die sich in wirtschaftlich, sozial und oft auch gesundheitlich prekären Lebenssituationen befinden. Finanziert wird der Dienst durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Im Juli 2016, gerade in der Zeit als besonders viele Menschen auf ihrer Flucht nach Deutschland und somit auch nach Baden-Baden kamen, trat Carola Lauber-Schäfer, die zuvor bereits ehrenamtlich als Patin in der Flüchtlingsarbeit des Caritasverbands tätig war die neue Stelle an. Die erfahrene Sozialpädagogin hatte von Beginn an einen hohen Zulauf und ein komplexes Feld an unterschiedlichen Beratungsthemen. Der Großteil der zu Beratenden in den letzten Jahren waren Menschen mit Fluchthintergrund. In 2019 und 2020 ging dieser Anteil etwas zurück. Derzeit suchen wieder mehr Migranten aus EU und Nicht-EU Staaten die Beratungsstelle auf.

Durch die Corona Pandemie ergaben sich weitere Entwicklungen. Covid-19 und seine sozioökonomischen Folgen stellen gerade für prekär beschäftigte Arbeitsmigrant*innen aus EU-Ländern und Personen mit unsicherem Aufenthaltsstatus ein zusätzliches Risiko für ihre Teilhabe dar, so dass Verzögerungen und Rückschläge bei ihrer sozialen Teilhabe zu befürchten und auch schon eingetreten sind. Somit ist selbst bei verminderter Neuzuwanderung grundsätzlich eine anhaltende Beratungsnachfrage zu erwarten. Eine große Zahl, der in den letzten Jahren aus dem Ausland zugezogenen Schutzsuchenden wird über längere Zeit in Deutschland leben. Hier ist weiterer Beratungsbedarf unter den erschwerten Bedingungen zu erwarten.

In die Zeiten der Pandemie fiel auch der Abschied von Carola-Lauber-Schäfer. Ende August ging sie in den wohlverdienten Ruhestand. Die Kolleg*innen aus dem Stadtteilzentrum und Jugendtreff Brücke 99 verabschiedeten sie im Rahmen einer kleinen Feier und dankten ihr für die gute Zusammenarbeit. Auch Caritas Geschäftsführer Thorsten Schmieder besuchte die scheidende Mitarbeiterin an Ihrem letzten Arbeitstag und überreichte ihr mit dankenden Worten einen Blumengruß sowie ein Präsent des Verbandes.

Neuer Mitarbeiter in der Migrationsberatung ist Adrian Struch. Er arbeitet bereits seit 2006 beim Caritasverband Baden-Baden e.V. als Sozialpädagoge. Zunächst mit einer Vollzeitstelle im Jugendtreff Brücke 99. Seit 2015 ist er mit mehr als der Hälfte seiner Stelle in der Unterstützung von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit tätig. Seit August ist er nun mit einer halben Stelle in der Beratung von Migranten und der anderen Hälfte weiterhin in der Flüchtlingsarbeit tätig. Er ist von Montag bis Freitag unter 07221/1835-25 oder unter struch@caritas-baden-baden.de bei Fragen oder Unterstützungsbedarf erreichbar. (Foto: M. Schröder, Caritasverband Baden-Baden e.V.)

25 Jun 2020

Bericht in der aktuellen „neue caritas“: Ehrenamt im Migrationsbereich in den Zeiten von Corona

In der Caritas engagieren sich viele Menschen für Geflüchtete. Meistens wird Ihr Engagement vor Ort koordiniert, ein Teil jedoch findet in bundesweit Projekten¹ statt. Aus diesen wird über neue Engagementmöglichkeiten in Zeiten von Corona berichtet.

Die Ehrenamtskoordinierungsstellen sind dabei, sich auf die neue Lage einzustellen. Sie prüfen, wie Angebote (Beratung, Begleitung und andere Unterstützung) online oder per Telefon vorgehalten werden können. In der aktuellen Lage ist es zunächst entscheidend, den Kontakt zu den Geflüchteten aufrechtzuerhalten. Das bedeutet beispielsweise, dass E-Mail-Verteiler angelegt und aktualisiert werden, um die weitere Erreichbarkeit zu sichern, und dass Bedarfe der Geflüchteten und ihrer Familien abgefragt werden. Ihnen wird damit auch gezeigt, dass sie nach wie vor auf Unterstützung zählen können …

Vollständiger Bericht in der Ausgabe 08/2020 der „neue caritas“
(Sie werden weitergeleitet zum Artikel auf der Seite caritas.de)