Für Baden-Baden steht ein interessantes Jahr bevor. Die Wahl des Oberbürgermeisters/der Oberbürgermeisterin und die Kommunalwahl werden mit Spannung erwartet. Beide Ereignisse werden Änderungen bringen und das Gemeinwesen beeinflussen. Wir dürfen gespannt sein, was das für die kommunale Sozialpolitik heißt.

Und was bewegt uns sonst in der Caritasarbeit?

Wir haben ein Jahr hinter uns in dem der Caritasverband wieder gut in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde und überwiegend Wertschätzung für seine Arbeit erfahren hat. Das freut uns sehr. Innerverbandlich hat uns das Thema Personalwechsel beschäftigt. Wir haben zwei versierte Fachbereichsleiter verloren, die über eine lange Zeit hinweg, einer sogar 25 Jahre lang, die Arbeit unseres Verbandes geprägt und mit weiterentwickelt haben. Nun sind jüngere Leitungspersönlichkeiten nachgerückt. Ein Einschnitt aber auch ein Impuls.

„Weit weg ist näher als du denkst“ – lautet das Caritas-Jahresthema 2014. Ein Thema, dass sich mit unserer weltweiten Verantwortung befasst, sei es bei Einkaufsentscheidungen, bei der Beschäftigung von osteuropäischen Haushaltshilfen, beim Thema Klimawandel oder beim den Fragen zu Flucht und Vertreibung. Einige der angeschnittenen Problemkreise sind zunächst vielleicht nicht so greifbar, andere sind sehr gegenwärtig. So kommen zum Beispiel derzeit wieder mehr Menschen zu uns, die aus ihrer Heimat geflohen sind und bei uns Asyl suchen. Neben der Stadtverwaltung, Pfarrgemeinden und vielen anderen versucht auch der Caritasverband daran mitzuwirken, dass diesen Menschen menschenwürdig begegnet wird und sie ohne Ressentiments aufgenommen werden. Über Bleiberechte haben wir nicht zu entscheiden, aber so lange die Menschen bei uns sind wollen wir mithelfen, dass sie als Mitmenschen und nicht als Schmarotzer behandelt werden.

Auch wenn das Jahresthema unseren Blick auf unsere weltweite Verantwortung lenkt, so will ich doch auch ein Wort von Mutter Teresa aufgreifen: „Kennt ihr die Armen eurer Stadt?“

Immer noch gibt es Armut auch in unserer schönen Stadt Baden-Baden. Für Menschen in materieller Armut, in Ausgrenzung und Benachteiligung, in Krankheit und Pflegebedürftigkeit und sonstigen Notlagen wollen und werden wir da sein. Wir werden als kritischer und christlicher Verband weiterhin Probleme thematisieren, Partei ergreifen und unterstützen so gut wir können. Vieles was wir bisher gemacht haben, wird uns auch weiterhin ein Anliegen sein.

Wir werden auch weiterhin darum werben, dass unsere Arbeit von möglichst vielen Menschen ideell und finanziell unterstützt wird.

Ich danke allen, die uns unterstützen und wünsche Ihnen ein gutes, gesegnetes Jahr 2014.

Bleiben Sie uns gewogen

Ihr
Jochen Gebele
Geschäftsführer