Not sehen und handeln.
01 Sep 2020

Home-Schooling-Hardware für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche

Mit dem Lock-Down im März und den damit verbundenen Schließungen der Schulen zeigte sich ganz schnell, dass sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche in einem weiteren Bereich von Ausgrenzung bedroht sind. Und zwar im Bereich des Home-Schoolings über Videokonferenzen, Mail und andere virtuelle Angebote. Viele der Kinder aus benachteiligten Familien, die die Angebote des Stadtteilzentrum Briegelacker des Caritasverbands Baden-Baden besuchen, fehlt es schlichtweg an entsprechender IT-Ausstattung, um die Anforderungen der Schulen erfüllen zu können. Oder die vorhandenen Geräte entsprachen nicht den aktuellen Standards und sind nicht in der Lage neue Programme auszuführen.

Da zwar staatliche Hilfen vage in Aussicht gestellt wurden, eine zeitnahe Umsetzung aber wenig wahrscheinlich war, suchte das Team des Stadtteilzentrum nach Lösungen. Angedacht war zunächst gespendete Alt-Geräte aufzurüsten. Dies ist jedoch nicht bei allen Geräten technisch möglich und auch zeitlich wie personell sehr aufwändig. So kam der Anruf von der Präsidentin von Soroptimist International Baden-Baden, Cornelia Geiger-Markowsky bei Fachbereichsleiter Frank Herzberger genau zum richtigen Zeitpunkt. Die Clubschwestern hatten sich aufgrund des Kontaktverbotes über Telefon verständigt, dass ihr Club in dieser gerade für Familien schweren Zeit für diese etwas tun müsste. Sie hatten Spendenmittel in Höhe von 5000,- akquiriert und wollten diese für die Anschaffung von Hardware für das Homeschooling für bedürftige Familien investieren.

Da der Club seit Jahren die Sprachförderung der Kindertagesstätte finanziell fördert besteht hier bereits ein guter Kontakt zwischen dem Club und Caritasverband. So konnte nach einigen konstruktiven Telefonaten, ein direktes Treffen war aufgrund der Coronabestimmungen zum derzeitigen Zeitpunkt nicht möglich, die Idee in ein Konzept gepackt werden. Die Mitarbeiter*innen des Stadtteilzentrums sondierten Ihre Fälle und prüften wo eine Unterstützung notwendig war. Sie nahmen dann direkt oder über in den Familien installierten Paten Kontakt auf und informierten über die mögliche Spende. Um etwas Verbindlichkeit und Eigenverantwortung der Familien zu fordern und fördern wurde ein Eigenanteil von ca. 25 Prozent der Anschaffungskosten erhoben. Die angesprochenen Familien waren durch die Reihe sehr erfreut und konnten es kaum fassen, dass sie in den Genuss der Spende kamen.

Trotz Corona-Krisenbedingten Lieferschwierigkeiten konnten zeitnah dann die ersten acht Geräte, vier Tablets für Grundschüler und vier Laptops bereits nach den Pfingstferien an strahlende Kinder, Jugendliche und Eltern übergeben werden. Bei eventuell auftretenden Problemen bei der Installation von Programmen wurde zusätzlich Unterstützung durch den verbandseigenen IT-Mitarbeiter angeboten. Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung der Schulen ist die Ausstattung mit Laptops und Tablets nicht nur in Zeiten von Homeschooling sondern dauerhaft für die Inklusion der benachteiligten Kinder in der Schule ein wichtiges Element. Bis nach den Sommerferien sollen weitere Geräte übergeben werden.

Das Foto zeigt die Spendenübergabe am 18. Juni 2020:
v.l. Franziska Franke, Frank Herzberger, Adrian Struch (alle Caritasverband), Cornelia Geiger-Markowsky (Soroptimist International), Agnes Lemcke (Caritasverband), Sabine Wendt, Birte Gräper, Dr. Anemone Bippes (Soroptimist International)

01 Sep 2020

Corona -Pandemie

Corona-Pandemie betrifft auch die Baden-Badener Caritas-Arbeit
Ganz nach dem Motto des Deutschen Caritasverbandes „Not sehen und handeln“ und im Zuge der anhaltenden Pandemie um den neuartigen Corona-Virus (SARS-CoV-2) möchte der Caritasverband Baden-Baden e.V. über den Umgang mit den tagtäglichen Herausforderungen sowie den damit verbundenen Folgen und Präventionsmaßnahmen informieren.

Derzeit besteht viel Unsicherheit und Sorge in der Bevölkerung und damit auch bei den uns anvertrauten Menschen in den verschiedenen Fachdiensten. Daher möchten wir unsere Klient*innen, Bewohner*innen, Kund*innen, Besucher*innen sowie Gäste, die mit Sicherheit Fragen haben, über unser Handeln informieren.

In unseren Caritas-Einrichtungen haben wir alle zum aktuellen Zeitpunkt erforderlichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen ergriffen, um eine Verbreitung und Infektion in unseren ambulanten und teilstationären Tätigkeitsbereichen weitestgehend zu unterbinden bzw. einzuschränken. Permanent halten wir uns an die Richtlinien und Empfehlungen des Robert Koch-Institutes und halten einen angemessen hohen Schutz- und Hygienestandard vor. Wir befinden uns im ständigen Austausch mit dem Gesundheitsamt des Landratsamtes Rastatt. Ein zentraler Krisenstab um Vorstandschaft und Aufsichtsrat, Geschäftsführung, Fachbereichsleitungen und Mitarbeitervertretung befinden sich im engen Kontakt. Darüber hinaus sind alle Einrichtungen des Caritasverbandes über eine disziplinierte Händehygiene, Husten- und Nies-Etikette informiert.

Alle Veranstaltungen innerhalb unserer Einrichtungen wurden bis auf weiteres abgesagt und auf noch nicht festgelegte Termine verschoben.

Wir halten alle Sie auf dem Laufenden.

Ergänzende PDF’s

Weitere Links:

29 Jul 2020

Terminankündigung: Kids Sommer Special im Jugendtreff Brücke 99

Der Jugendtreff Brücke 99 des Caritasverband Baden-Baden e.V. bietet dieses Jahr ein Kids Sommer Special in allen sechs Sommerferienwochen an.

Diese finden wöchentlich von Dienstag bis Freitag von 10 – 13 Uhr statt.
Eingeladen sind Kinder im Alter von 6- 11 Jahren in den Jugendtreff in der Schwarzwaldstraße 101.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf maximal 12 Kinder, die Teilnahmekosten betragen 20 Euro pro Woche.

Jede Woche hat ein eigenes Motto, wie zum Beispiel „Eine Woche zum Abkühlen“ oder „Unser schönes Baden-Baden“. Das ausgebaute Sommerferienprogramm bietet den Kindern Baden-Badens nach den Zeiten im Lock-Down eine abwechslungsreiche und sinnvolle Freizeitbeschäftigung.

Weitere Informationen und Anmeldungen erhalten Sie bei Mirjam Seidl im Jugendtreff Brücke 99 unter 07221/801830 oder unter seidl@caritas-baden-baden.de.

28 Jul 2020

Corona-Chroniken Jugendtreff Brücke 99

„Es war einmal einst eine Brücke, in der ich jeden Tag war. Doch dann war sie geschlossen – durch Corona – wie es geschah. Doch so traurig und so wart`, ich bis es offen hat.“ Mit diesen Zeilen beschreibt ein 16jähriger Besucher ziemlich genau, wie die Pandemie das Leben aller durcheinander gewirbelt hat.

So ging es auch den Kindern und Jugendlichen des Jugendtreffs Brücke 99. Bevor dem offiziellen Lockdown, schloss der Jugendtreff zum Schutz der Gäste und Mitarbeiter*innen bereits am 13. März seine Pforten. Alle Kinder und Jugendliche sowie ehrenamtliche Mitarbeiter wurden informiert. Zeitgleich wurde überprüft, wie man die jungen Menschen in dieser schwierigen Zeit unterstützend begleiten kann. Ein virtueller Jugendtreff über einen Messenger wurde an fünf Tagen in der Woche angeboten. Die Inhalte waren Quiz, Tipps gegen Langeweile, verschiedene Rätsel und ein Podcast „Radio Brücke 99“, bei dem ein ehemaliger Treffbesucher für Unterhaltung und Informationen sorgte. Ein weiteres Highlight waren die Wochen-Challenges. Hier wurden von den Jugendlichen zum Beispiel fleißig Kartenhäuser gebaut, sportliche Videos gedreht oder Reime gedichtet, wie einleitend beispielhaft dargestellt wurde. Anregungen zur Freizeitgestaltung waren wichtig, aber natürlich auch die Beratung und Begleitung der Jugendlichen. Viele der Besucher*innen befanden sich in der Pandemiezeit in der Prüfungsphase. Mirjam Seidl, Mitarbeiterin im Jugendtreff, setzte alles daran, die Jugendlichen in dieser Zeit zu unterstützen. So fanden zum Beispiel unter Berücksichtigung der Hygienebestimmungen „Crashkurse in Mathe“ in den Pfingstferien statt, aber auch telefonische Beratung durch die ehrenamtlichen Mentoren im Projekt Zukunftsscout.

Neben dem Kontakt zu den Jugendlichen war es dem Team wichtig, mit den Kindern, die sonst die Angebote besuchen in Kontakt zu bleiben. Gemeinsam mit Sabine Truar, Gemeindereferentin der Katholischen Kirchengemeinde Oos, wurden Ideen entwickelt. Hier entstanden drei Briefe, die den Kindern in ihre Briefkästen eingeworfen wurden. Inhalt war jedes Mal eine Mitmach-Aufgabe und Information zur Hausaufgabenbetreuung und weitere Unterstützung. Dank einer Spende erhielten die Kinder für die Teilnahme eine kleine Aufmerksamkeit.
Zu Beginn der Pfingstferien gab es gute Nachrichten und schrittweise konnte der Jugendtreff wieder geöffnet werden. Hierfür wurde der Jugendtreff im Vorfeld hygienekonform eingerichtet und Spielgeräte nach „waschbar“ und „abstandskonform“ sortiert.

Laut Bestimmungen durften zum damaligen Zeitpunkt maximal 13 Jugendliche als feste Gruppe in den Treff. Dies wurde gleich gut von den jugendlichen Besuchern genutzt.
Nach den Pfingstferien entstand im Austausch mit der Grundschule Cité und auf Initiative einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin das Konzept zur Förderung von Grundschülern in Kleinstgruppen. Diese wird aktuell von sechs Kindern angenommen. Auch der Kindertreff Cité startete wieder einmal wöchentlich mit einem Freizeitangebot für Kinder ab 6 Jahren. Nach den Pfingstferien wurden auch weitere Angebote des Jugendtreff Brücke 99 reaktiviert. Mit der bislang letzten Verordnung der Landesregierung konnte die Besucherzahl auf insgesamt 20 Personen erweitert werden. Somit ist ein wesentlicher Aspekt der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, nämlich die offene Komm- und Gehstruktur, wieder möglich. Seit der Öffnung wurden circa 50 verschiedene Jugendliche erreicht, Tendenz steigend.
Und auch die weitere Planung orientiert sich an der aktuellen Lage. Die geplanten Outdoor-Wochen und „Jugendtreff on Tour“ werden zugunsten des regulären Jugendtreffbetriebes nicht stattfinden, da viele der Jugendlichen die Sommerferien in Baden-Baden verbringen werden. Ebenso wurde das Kinderferienprogramm auf sechs Wochen ausgebaut, so dass die Kinder eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung haben und nicht wie im Lock-Down zuhause bleiben und sich langweilen müssen.

Dies berichtete Mirjam Seidl auch den Mitgliedern des Beirates des Jugendtreffs Brücke 99, der vor kurzem tagte. „Es ist eine aufreibende Zeit für uns alle, aber man hat gesehen, wie wichtig wir als Anlaufstelle für Jugendliche in Baden-Baden sind. Die Jugendlichen sind dankbar, dass sie wiederkommen können und alles wieder ein bisschen normaler wird“. Den Mitgliedern des sich aus den sechs Lions- und Rotary-Clubs zusammensetzenden Beirats, die 1999 den Jugendtreff gegründet haben und ihn seitdem ideell und finanziell unterstützen, wurde der Tätigkeitsbericht seit dem Lock-Down vorgestellt. Neben inhaltliche Fragestellungen und die Auswirkung auf die Jugendlichen in Baden-Baden im Allgemeinen wurde von den anwesenden Mitgliedern die kreative Umsetzung der Arbeit unter Pandemiebedingen gewürdigt.

25 Jun 2020

Bericht in der aktuellen „neue caritas“: Ehrenamt im Migrationsbereich in den Zeiten von Corona

In der Caritas engagieren sich viele Menschen für Geflüchtete. Meistens wird Ihr Engagement vor Ort koordiniert, ein Teil jedoch findet in bundesweit Projekten¹ statt. Aus diesen wird über neue Engagementmöglichkeiten in Zeiten von Corona berichtet.

Die Ehrenamtskoordinierungsstellen sind dabei, sich auf die neue Lage einzustellen. Sie prüfen, wie Angebote (Beratung, Begleitung und andere Unterstützung) online oder per Telefon vorgehalten werden können. In der aktuellen Lage ist es zunächst entscheidend, den Kontakt zu den Geflüchteten aufrechtzuerhalten. Das bedeutet beispielsweise, dass E-Mail-Verteiler angelegt und aktualisiert werden, um die weitere Erreichbarkeit zu sichern, und dass Bedarfe der Geflüchteten und ihrer Familien abgefragt werden. Ihnen wird damit auch gezeigt, dass sie nach wie vor auf Unterstützung zählen können …

Vollständiger Bericht in der Ausgabe 08/2020 der „neue caritas“
(Sie werden weitergeleitet zum Artikel auf der Seite caritas.de)

01 Mrz 2020

Zeit für die Enkel und zum Gitarre spielen

Geschäftsführer Jochen Gebele geht nach fast 35 Jahren beim Caritasverband Baden-Baden in den Ruhestand

Das ganze Berufsleben bei einem Arbeitgeber zu verbringen, schaffen nicht viele Menschen. Jochen Gebele ist einer von ihnen. Der 64-Jährige arbeitete seit seinem Zivildienst in verschiedenen Verbänden
der Caritas: Von Konstanz hat es ihn nach Horb am Neckar und letztlich nach Baden-Baden verschlagen. Er war sein ganzes Berufsleben dem Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche treu …

Vollständiger Bericht aus den Caritas-News als PDF

01 Mrz 2020

Gutes tun und es sich dabei gut gehen lassen

Charity-Veranstaltung zugunsten der Caritas-Tafel und des Projektes „Kleine Helden“

Ende November fand ein Benefizabend des Caritasverbandes Baden-Baden und des ehrenamtlichen Unterstützer-Ehepaares Petra Wick-Ruhs und Diethard Ruhs statt. Unter dem Motto „Weihnachtszauber im Brenners Parkhotel & Spa“ wurde für die 170 geladenen Gäste in der Orangerie des Baden-Badener Grandhotels ein kulinarisches Erlebnis im wunderschönen weihnachtlichen Amiente arrangiert …

Vollständiger Bericht aus den Caritas-News als PDF

20 Feb 2020

Lust auf teamorientierte Führung?

Wir – der Caritasverband Baden-Baden – suchen ab sofort eine:

Geschäftsführung (w|m|d)
als Mitglied des Vorstandes

Auch wenn Geschäftsführung eher hierarchisch und traditionell anmutet, sind wir genau das
nicht. Unser Verband ist flach organisiert in Einheiten, die sich sehr gut selbst aussteuern und
dabei erfolgreich sind. Wir suchen jemanden, der Lust hat, sich genau auf diese kooperative
Organisationsform einzulassen.

Im besten Falle:
o … haben Sie einen Hochschulabschluss in einem sozialwissenschaftlichen Fach
o … verfügen Sie über Führungs- und Managementerfahrung im sozialen Bereich
o … sind Sie „open minded“, teamfähig und richtungsweisend
o … identifizieren Sie sich mit den Werten der Caritas
o … und ja: Sie sind auch katholisch

Vollständige Stellenausschreibung als PDF zum Download