Not sehen und handeln.
06 Apr 2016

Jeder kann kommen! Neues Beratungsangebot im Caritaszentrum Cité

Die allgemeine Sozialberatung ist der zentrale Beratungs- und Informationsdienst des Caritasverbandes. Das Angebot ist für alle offen, niedrigschwellig und kostenlos. Der Fachdienst zeichnet sich durch die enge Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Diensten aus. Auf diese Weise soll den Menschen ein schneller, angstfreier und unmittelbarer Zugang zu weiteren Partnern aus dem Hilfenetzwerk ermöglicht werden.

Caritassozialdienst wann & wo:
Immer montags und dienstags von 13 bis 16 Uhr im Caritaszentrum Cité
(Menton-Ring 1 in Baden-Baden; direkt gegenüber vom neuen Cineplex-Kinocenter;
Haltestelle: Kino Cité / P+R) – Telefonnummer: (07221) 9536-25.

Immer donnerstags von 9 bis 12 Uhr im Caritaszentrum Cäcilienberg
(Geroldsauer Straße 2 in Lichtental; Haltestelle: Brahmsplatz) – Telefonnummer: (07221) 92 394-40.

15 Mrz 2016

Geselligkeit in betreuter Umgebung

Im neu eröffneten Scherer Caritaszentrum in der Cité wird seit 1. Juli auch eine Tagespflege angeboten.

Wer den Tag in geselliger Umgebung verbringen möchte und dennoch Betreuung wünscht kann dieses Angebot ab sofort nutzen .Im Vordergrund steht die Förderung und Aktivierung der praktischen Fähigkeiten und der sozialen Kontakte. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Entlastung der pflegenden Angehörigen. Ein hauseigener Fahrdienst und eine komplett ausgestattete Küche runden das Angebot ab. Ein kostenloser Probetag kann vereinbart werden.

Weitere Informationen gibt es bei der Fachbereichsleitung,
Manuela Lang telefonisch unter folgenden Telefonnummern: 07221 953651 oder 07223 952358.

07 Mrz 2016

Offener Brief zur Mitgliederversammlung der Bühler Tafel am 07.03.2016

Offener Brief zur Mitgliederversammlung der Bühler Tafel am 07.03.2016
Nachdem die Vorstandswahl im Rahmen der Mitgliederversammlung der Bühler Tafel nicht wie erwartet endete, möchten wir Ihnen noch einmal unsere persönlichen Beweggründe zur Kenntnis geben, die uns dazu gebracht haben, das Vorstandsamt letztlich nicht anzutreten. Einzelnen Mitgliedern der Bühler Tafel haben wir dies bereits mündlich mitgeteilt.

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03 Mrz 2016

Familiencafé IDA – jeden Donnerstag im Stadtteilzentrum Briegelacker

Familiencafé IDA – jeden Donnerstag im Stadtteilzentrum Briegelacker
Jeden Donnerstag von 9.00-11.30 Uhr ist das Café IDA (Integration, Denkanstöße, Austausch) in der Küche im Stadtteilzentrum geöffnet. Bei Kaffee, Tee und Gebäck gibt es Gelegenheit, sich zu treffen, neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsam zu lachen. Für Kinder gibt es eine Spielecke. Neue Besucher sind herzlich willkommen! Das Familiencafé IDA ist ein Offener Treff im Rahmen des Landesprogramms STÄRKE.

01 Mrz 2016

Jeder kann kommen! Neues Beratungsangebot im Caritaszentrum Cité

Pünktlich zum Jahresbeginn bietet der Fachbereich Offene Dienste ab dem 12. Januar 2016 ergänzende Sprechstunden des Caritassozialdienstes im neuen Caritaszentrum Cité an.
Die allgemeine Sozialberatung ist der zentrale Beratungs- und Informationsdienst des Caritasverbandes. Das Angebot ist für alle offen, niedrigschwellig und kostenlos. Der Fachdienst zeichnet sich durch die enge Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Diensten aus. Auf diese Weise soll den Menschen ein schneller, angstfreier und unmittelbaren Zugang zu weiteren Partnern aus dem Hilfenetzwerk ermöglicht werden.
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01 Jan 2016

„Mach dich stark für Generationengerechtigkeit“

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Homepage,
Liebe Freundinnen und Freunde des Caritasverbandes,

2015 war ein ereignisreiches Jahr. In allen unseren Fachbereichen gab es neben dem „Alltagsgeschäft“ auch wieder Veranstaltungen, die den Verband in der Öffentlichkeit präsentierten, es gab gesetzliche Neuerungen, Finanzverhandlungen und Vieles mehr.
„Das“ Ereignis war mit Sicherheit der Umzug der Geschäftsstelle in das neue „Scherer-Caritaszentrum“ in der Cité.
Es freut mich, dass im Menton-Ring 1 nicht nur die Geschäftsführung und Verwaltung eine neue Bleibe gefunden haben, sondern dass auch Caritasleben in dem Haus stattfindet. Das ist bisher schon durch die Tagespflegestätte und die Wohngemeinschaft gegeben und wird in diesem Jahr durch Sprechstunden des Caritas-Sozialdienstes verstärkt.

Im neuen Jahr werden die Aufgaben nicht weniger und die Probleme nicht geringer. Insbesondere begleitet uns immer die Sorge um die finanzielle Absicherung unserer Arbeit. Auch das Thema Flüchtlinge wird uns, wie alle gesellschaftlich Verantwortlichen, neben unseren andern Inhalten, zusätzlich beschäftigen.
In allen Bereichen wird es darum gehen, die Arbeit weiterhin auf dem hohen Niveau zu erhalten und weiter zu qualifizieren.
Mindestens eine neue Einrichtung werden wir haben: im Frühjahr soll die Kinderkrippe eröffnet werden. Wir können es uns nicht leisten, stillzustehen, sondern müssen uns auf neue gesellschaftliche Herausforderungen einstellen. Es muss auch immer wieder geprüft werden, ob „alte“ Angebote noch zeitgemäß und erforderlich sind.
Im letzten Jahr haben wir zwei neue Einrichtungen für ältere und an Demenz erkrankte Menschen eröffnet. Mit der Kinderkrippe erweitern wir 2016 unser Angebot für die ganz jungen Menschen.

Das Jahresthema der deutschen Caritas lautet 2016 „Mach dich stark für Generationengerechtigkeit“. Der demografische Wandel bringt unser solidarisches Sozialsystem, den Generationenvertrag, ins Wanken. Politische Forderungen zur Generationengerechtigkeit stehen daher im Zentrum der Caritas-Jahreskampagne. Aber es geht auch um das Zusammenwirken von Jung und Alt, den Zusammenhalt zwischen den Generationen und innerhalb jeder Generation. Wir setzen uns dafür ein, dass alle die gleichen Rechte bekommen und alle das haben, was sie in ihrer jeweiligen Lebenssituation benötigen. Und wir sind überzeugt, dass dafür nicht nur „die Politiker“ zuständig sind, sondern wir alle.

Im Dezember hat Papst Franziskus das „Jahr der Barmherzigkeit“ ausgerufen. Wie passend für einen Caritasverband. Wir dürfen, bei aller Professionalität, unseren Hintergrund und unseren Auftrag nicht vergessen. Das schöne Wort Barmherzigkeit ist leider etwas außer Mode geraten. Aber das was damit gemeint ist, ist – gerade für uns – hochaktuell. Es hat mit Hinschauen zu tun, mit Zuwendung und Nächstenliebe und mit einem menschenwürdigen und annehmenden Umgang mit den Menschen, die bei uns Rat und Hilfe suchen. Wir im Caritasverband Baden-Baden wollen dies weiter nach besten Kräften beherzigen.

Ich danke allen, die uns dabei unterstützen und wünsche allen Menschen in Baden-Baden, ob jung oder alt, hier geboren oder zugewandert, gesund oder krank, ein gesegnetes Jahr 2016 mit einem friedvollen Miteinander.

Bleiben Sie uns gewogen
Ihr
Jochen Gebele
Geschäftsführender Vorstand

01 Dez 2015

„Ein Zuhause ist, wohin man geht, wenn einem die Orte ausgegangen sind.“ Barbara Stanwyck

Es gibt Menschen, die brauchen dringender eine Wohnung als andere. Weil sie akut davon betroffen sind, obdachlos zu werden; etwa wenn die Wohnung geräumt wird oder wenn sie aus der Haft entlassen werden. Oder wenn sie gerade in einer Obdachlosenunterkunft wohnen.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (www.bagw.de) ermittelt einen dramatischen Anstieg der Wohnungslosigkeit in Deutschland:
2014 waren ca. 335.000 Menschen in Deutschland ohne Wohnung – seit 2012 ist dies ein Anstieg um ca. 18 %.
Die Zahl der Menschen die „Platte machen“, die also ohne jede Unterkunft auf der Straße leben, stieg seit 2012 um 50 % auf ca. 39.000 in 2014.
Hinzu kommen 800.000 Flüchtlinge (eher mehr), von denen sicherlich ein nicht unerheblicher Teil länger oder dauerhaft in Deutschland bleiben wird.

Angesichts dieser Zahlen erscheint die Schaffung von (bezahlbarem) Wohnraum eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahre zu sein.

Aber es geht nicht nur um Wohnungen oder einem Platz zum Schlafen. Vielmehr geht es um ein Zuhause – einem Platz, eine Umgebung in der ich mich wohl fühle. Wo ich Freunde habe, Familie, Frieden finden kann, ein Einkommen, eine Beschäftigung, kulturelle Angebote und vieles mehr.

Lassen sie uns gemeinsam allen Flüchtlingen und Wohnungslosen in Baden-Baden ein Zuhause geben – und ganz wichtig: Stehen wir gemeinsam allen Menschen entgegen, die versuchen Wohnungslose und Flüchtlinge gegeneinander „auszuspielen“.

Ich wünschen Ihnen eine schöne Adventszeit und bereits jetzt „Frohe Weihnachten“.

Ihr
Christian Frisch
Fachbereichsleiter Wohnungslosenhilfe

01 Sep 2015

Der uns eigene Weg

Als ich anfing Malkurse zu geben, dachte ich, alle Teilnehmer in gleichen Einheiten, mit gleichen Inhalten und in gleichem Tempo unterrichten zu können. Die Kurse waren auch so konzipiert, der Ablauf wäre einfacher gewesen. Sehr schnell aber musste ich dieses Konzept korrigieren.

Auch im diesjährigen Porträtmalkurs, den ich in der Tagesstätte für psychisch erkrankte Menschen im Caritaszentrum Cäcilienberg an acht Nachmittagen anbieten durfte, verhielt es sich nicht anders. Obwohl es sich bei den Teilnehmern hier um ‚Mal-Neulinge’ handelte, in einer ganz besonderen Situation, war ich erstaunt, wie schnell sich bei jedem einzelnen seine ganz persönliche Herangehens- und Ausdrucksweise herauskristallisierte. Der eine griff beherzt in den Farbtopf und malte sehr mutig, expressiv und schwungvoll ein großes Porträt, der andere näherte sich eher vorsichtig und akribisch an das Thema Porträt an. Die einen bevorzugten kräftige Farben, die anderen eher zarte und blasse. Bei einigen fand das seelische Befinden seinen direkten und zum Teil auch berührenden Ausdruck im gemalten Porträt, wieder andere wollten sich mit etwas mehr Distanz heranwagen oder sahen es nur als Entspannung. Auch der Umgang in der Anwendung des Gelernten war ein sehr individueller. Es gab Teilnehmer, die mit viel Ruhe, Geduld und Zuversicht arbeiteten, andere kämpften mehr, waren eher etwas ungeduldig, weil sich das, was an Erlerntem im Kopf saß, nicht so schnell über den Arm, die Hand und den Pinsel auf die Leinwand bringen ließ.

Allen gemeinsam war aber eines: Sie hatten unwillkürlich einen ganz persönlichen und ihren ganz eigenen Weg beschritten. Und mir ist einmal mehr klar geworden, wie wenig es gebracht hätte, hier alle nach gleichem Schema zu unterrichten und allen die gleiche Vorgehensweise mit gleichem Ergebnis abzuverlangen. Einen Menschen, der gerne mit dünnem Pinsel und zarten Farben malt, weil es nun mal seinem Wesen sehr viel mehr entspricht, macht es nicht glücklich und es bringt ihm auch nichts, wenn er zu expressivem Malen angehalten wird. Und umgekehrt natürlich auch.

Spätestens als einige der Teilnehmer ein zweites Porträt in Angriff nahmen und dieses dann dem jeweiligen Künstler auch eindeutig zugeordnet werden konnte, war diese persönliche Handschrift für jeden sichtbar. Und mir blieb nur noch die spannende und herausfordernde Aufgabe, zwar allen ein gemeinsames Handwerkszeug wie Proportionen, Farbenlehre, Aufbau eines Porträts etc. mitzugeben, hauptsächlich aber jeden Einzelnen bei seinem ganz individuellen Ausdruck zu unterstützen und zu stärken. Und geht es nicht genau darum?

Die uns persönlich ganz eigenen Fähigkeiten, die uns persönlich ganz eigenen Erfahrungen, von Freude und Glück bis Trauer und Schmerz, und der uns ganz eigene Umgang damit – das bestimmt genauso, wie es die Ausgestaltung einer Leinwand bestimmt, die Gestaltung unseres individuellen Lebensweges. Es gibt nicht ‚den’ Weg, auch wenn diese Erkenntnis oft mit Angst und Unsicherheit verbunden ist.

Jeder von uns hat eine ganz persönliche, oft nicht immer nur einfache Geschichte, die ihn neben vielen anderen Dingen geprägt und seine Wahrnehmung der Welt, sein Fühlen, Denken und Handeln, beeinflusst hat und ein Leben lang beeinflussen wird. Wie in der Malerei, wo es allerdings viel selbstverständlicher und einfacher scheint, geht es darum, sich dieser individuellen Eigenheiten bewusst zu werden, sie zu reflektieren, zu akzeptieren, als etwas Positives anzusehen, mit allem, was dazugehört, und sie zur Gestaltung des ganz eigenen Lebensweges zu nutzen. Menschen, die andere auf diesem Weg ein Stück begleiten dürfen, können das dazu notwendige ‚Handwerkszeug’, einen objektiven Rahmen, mitgeben, aber, viel wichtiger noch, bei der Bewusstmachung und Reflexion der persönlichen Fähigkeiten und individuellen Eigenheiten helfen und so die Beschreitung des ganz eigenen Weges möglich machen.

Ihre
Marita Braun
Künstlerin aus Baden-Baden und
Ehrenamtliche in der Tagestätte für psychisch erkrankte Menschen im
Fachbereich Offene Dienste im Caritaszentrum Cäcilienberg

01 Mai 2015

Bonjour, la vie – die neue Wohngemeinschaft ein besonderer Ort!

Die Anfangszeile aus meinem Lieblingsgedicht „ Stufen “ von Hermann Hesse lautet: Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, zu ihrer Zeit …

In meinem Leben bin ich in den letzten Monaten eine Stufe weitergegangen. Die Kinder sind flügge geworden, ein neuer Lebensabschnitt beginnt.

Meine Lebenszeit ist momentan noch geprägt durch meine Arbeit. Seit nunmehr 30 Jahren bin ich in der Altenpflege tätig und durfte manche Menschen durch einen Lebensabschnitt begleiten.
Natürlich mache ich mir darüber Gedanken, wie und mit wem ich selbst einmal diesen Lebensabschnitt gestalten werde. Und ich habe darüber ganz klare Vorstellungen. Sollte mich mein Leben vor Krankheiten und Schmerzen bewahren, möchte ich alt werden. Aber müssen sich, wenn ich alt bin, meine Ansprüche zwangsläufig verändern?

Meine Sprache, meine Mobilität und mein Gedächtnis können sich verändern. Aber meine Kompetenz, meine Autonomie und meine Bedürfnisse nach Teilhabe sollen mir erhalten bleiben. Ich möchte ins Theater und ins Konzert, Ausflüge unternehmen und mit anderen Menschen zusammen sein. Ich möchte mitwirken und mitbestimmen können: was ich anziehe, wann ich aufstehe, was ich esse. Die Aufzählung soll sich beliebig erweitern lassen. Dazu braucht es Menschen, Wohnformen und Stadtteile, die das ermöglichen.

Es braucht Strukturen, die mir den Schutz und die Geborgenheit bieten die ich dann brauche. Ich wünsche mir ein Umfeld, das mir Respekt entgegenbringt und mir meine Würde lässt. Sollte mir mein Gestern abhandenkommen, meine Welt sich vom Verstand weg entwickeln, dann möchte ich neue Welten entdecken.

Meine Familie soll das positiv erleben, mich unterstützen können ohne dass ich zur Last falle. Sie soll teilhaben und mitgestalten dürfen, wann immer sie es möchte.

In meinem Beruf braucht es Visionen, ich bin dankbar dafür und freue mich in Baden- Baden neue Wege in der Altenhilfe zu gehen.

„Nur, wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen…“

Mit dieser Zeile begrüßen wir die neue Wohnform Wohngemeinschaft für an Demenz erkrankte Menschen. Wir sehen uns im Theater, in der Fußgängerzone, im Einkaufscentrum.
Heißen Sie uns willkommen!

Bonjour la vie in der Cité

Ihre
Manuela Lang
Fachbereichsleiterin Altenhilfe

01 Mrz 2015

„Nah an Menschen von weit weg“, aber …

Vor ziemlich genau einem Jahr durfte ich an dieser Stelle schon einmal das Leitwort schreiben. Es stand unter dem Titel „Wir sind nah dran …“.

Mit meinem Leitwort ermutigte ich dazu, „… dass sich möglichst viele in der Stadt und in den Stadtteilen mit einbringen und ihren Teil dazu beitragen, damit die Flüchtlinge auch ankommen können“. Das, was sich dann im vergangenen Jahr entwickelt hat, übertraf meine Wünsche und Vorstellungen bei weitem und war sicherlich nicht auf meinen Aufruf zurückzuführen. Immer mehr Menschen, Gruppen, Gemeindemitglieder, … trugen ihren Teil zu einer vorbildlichen Willkommenskultur bei. Es bildeten sich Begrüßungsgruppen, Deutschunterricht wurde organisiert, in offenen Runden wurden bei Kaffee und Tee Kontakte geknüpft, Flüchtlinge wurden beraten und unterstützt, und vieles mehr.

Auch der Caritasverband reagierte diözesanweit auf die schnell steigende Anzahl von Flüchtlingen. Gemeinsam mit dem Ordinariat, dem Diözesancaritasverband und der lokalen Ebene wurde das Projekt „Nah an Menschen von weit weg“ ermöglicht – ein Projekt zur Begleitung von Ehrenamtlichen in der Arbeit mit Flüchtlingen. Seit Beginn des Jahres läuft dieses Projekt auch hier in Baden-Baden. Neben dem kürzlich gestarteten Patenprojekt für Asylbewerber, sollen engagierte Ehrenamtliche in den neuen Unterkünften begleitet werden. Außerdem steht der Projektmitarbeiter für Interessierte aus den örtlichen Seelsorgeeinheiten als Ansprechpartner zur Verfügung.

Doch bei all der Brisanz und Wichtigkeit des aktuellen Themas „Asyl“ sollten wir nicht vergessen, dass in unserer schönen Stadt schon zum Teil seit vielen Jahren auch zahlreiche andere Menschen in Not leben, die auch unsere Hilfe, Unterstützung und Respekt brauchen. In Baden-Baden leben seit vielen Jahren, zum Teil direkt neben der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber, zahlreiche Obdachlose. Aber es gibt auch eine Anzahl Familien und Einzelpersonen mit Migrationshintergrund, die aufgrund ihrer Biographie und sprachlichen Defizite oft am Rand des Existenzminimums leben. Oder psychisch erkrankte Menschen, die aufgrund ihrer Krankheit nicht arbeiten und ihr eigenes Leben regeln können. Oder aber alte Menschen, die wegen einer fortschreitenden Demenz nicht mehr dauerhaft zuhause betreut werden können. Sie alle stehen nach wie vor im Fokus der Arbeit des Caritasverbands Baden-Baden.

Wir sind „Nah an Menschen von weit weg“,
aber auch nah an vielen anderen, die unsere Unterstützung brauchen.

Sie auch?!

Ihr
Frank Herzberger
Fachbereichsleiter Kind, Jugend, Familie