Not sehen und handeln.
07 Mrz 2017

Vom Glück mit Tieren zu leben – ein Tag im Fachbereich Altenhilfe

Darf ich mich vorstellen, mein Name ist Lucky, oder Lucy, oder Bello oder Schwarzer. Eigentlich nennt mich fast jeder anders, aber das spielt für mich keine Rolle. Ich bin ein Flat Coated Retriever, männlich und im besten Alter von 6 Jahren. Zu meinen Wesenszügen gehört, dass ich elegant, zutraulich und lebenslustig bin. Von Beruf bin ich Begleithund, Zuhörer, Seelentröster und Herzensbrecher, also eigentlich ein Naturtalent. Meine Menschin nennt mich ihr „Herz auf vier Pfoten“. Mein Familienstand: die treueste Seele meiner Menschin, die für die Altenhilfe berufen ist. Meine Menschin und ich haben das Glück, täglich gemeinsam zur Arbeit gehen zu dürfen. Mir ist das recht, weil ich nicht gerne alleine bin und meine Menschin sagt, ich sei einer der wichtigsten Mitarbeiter. Ich bekomme zwar keinen Lohnzettel, aber ich brauche zu meinem Hundeglück nicht viel. Stets gut gelaunt, immer einsatzbereit und aufmerksam, bin ich also täglich bei den Senioren im Dienst.

Morgens – vor der Arbeit – lässt mir mein Frauchen erst einmal ordentlich die Luft heraus. Ich springe zigmal dem Ball hinterher. Das macht mir sehr viel Spaß und so kann ich mich dann auch erstmal ausruhen, wenn ich alle begrüßt habe. Zunächst ist sowieso nicht viel los. Die Fahrer holen alle Gäste erst ab, nachdem sie mich kräftig durchgekrault haben. Dienstags ist mein Lieblingstag. Die Leute, die da kommen, überschlagen sich fast vor Freude. Ich höre schon am Geräusch des Gehstockes, wer kommt. „Wo ist denn mein Schatz“, ruft dann jemand und ich begleite die Dame gerne zum Frühstückstisch. Dort sitze ich dann ganz brav neben ihr. Eigentlich bin ich so groß, dass ich an die Tischkante komme, aber ich habe weniger Ärger, wenn ich anständig daneben sitze. Heute sind ganz viele Leute da, die früher auch Hunde hatten und wenn dann Frau Schneider noch zur Gymnastik kommt, haben wir alle einen Riesenspaß.
Dann ruhe ich mich erst einmal wieder aus. Was ein Hundeleben: schlafen, fressen, schwanzwedeln.
Was meiner Hundenase besonders zuträglich ist, sind die Düfte. Es wird täglich frisch gekocht und immer wieder schleiche ich mich davon, um vor der Küchentür zu hoffen. Leider gibt es eine unsichtbare Grenze, die ich nicht überschreiten darf, sonst gibt es Ärger.
Aber ich Schlauberger weiß sehr wohl, dass anständiges Warten mich weiterbringen könnte.
Kurz nach 12 Uhr, wenn alle gegessen haben, mache ich dann den Boden sauber. Man hilft ja gerne.
Was ich nicht mag ist, wenn die Menschen traurig sind. Dann lege ich schon mal meinen Kopf auf ihren Schoß und warte, bis ich gestreichelt werde.
Im Sommer darf ich dann wieder mit hinaus in den großen Garten. Wenn die Leute Kegeln oder Ball spielen, bin ich natürlich auch dabei. Schön, dass ich mich danach im Teich abkühlen kann. Dabei lachen mich dann zwar alle aus, aber das stört mich nicht. Hauptsache die Menschen haben Freude.
Ab und zu fahre ich mit meiner Menschin in die Cité. Dort wohnen 12 Menschen, die alleine nicht mehr zurechtkommen, weil sie immer mal wieder etwas vergessen. Hier spricht man dementisch, aber ich verstehe diese Sprache gut und auch die Mitarbeiter verstehen jedes Wort. Einer der Bewohner nennt mich Lucy. Nicht, dass ich das persönlich nähme. Er weiß nicht, dass er mich verwechselt. Das war eine Hundedame, die mit ihrer Menschin hier gewohnt hat. Das wünsche ich mir auch mal, wenn mein Frauchen alt wird; dass wir immer zusammenbleiben können.
Wenn ich hier bin, besuche ich immer Reiner (Name geändert). Er hatte selber immer Hunde und kennt sich besonders gut aus. Bei ihm bekomme ich dann auch immer ein Leckerchen und meine Menschin kann mich auch mal hierlassen, weil es ihm und mir sehr gut tut, wenn er meinen Bauch krault.
Hier wohnt auch eine sehr schöne Frau. Sie kann nicht mehr sprechen, aber, wenn ich sie freudig begrüße, lächelt sie und ist ganz entspannt.

Ich spüre, dass ich hier sehr viel bedeute und ich eigne mich auch gut, weil ich gerne lerne und meinem Rudel gefallen will. Nachmittags bleibe ich zu Hause, weil Stillsitzen, Ball holen oder Gestreichelt-Werden auch anstrengende Aufgaben sind.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an all die Menschen, die es mir so leicht machen, Freude zu bereiten und Gutes zu tun!

Euer

Lucky

Flat Coated Lucky

06 Mrz 2017

Caritas-Benefiz in der Autobahnkirche Baden-Baden | Wolfgang Abendschön und AKZENTE

Wolfgang Abendschön & AKZENTE gastieren am Sonntag, den 12.3.2017 um 19:00 Uhr mit einem Zwischenspiel für die Seele in der Autobahnkirche Baden-Baden.

Ein außergewöhnlicher Abend mit Zwischentönen und einem gekonnten Schuss Rock & Gospel, Wortbildern, Stille und Irischen Segenswünschen. Als Gast ist der Meister des Ober- und Untertongesangs und mongolische Pferdekopfgeigenspieler Epi mit dabei. Benefiz zugunsten des Caritasverbandes Baden-Baden, der auch der Gastgeber des Abends ist.

Der Eintritt ist frei. Spenden für die Caritasarbeit sind willkommen

Es gibt ein Info-Tel. 0721-885466. Mehr auch unter www.abendschoen-akzente.de.
Plakat zum Konzert als PDF zum Download

10 Feb 2017

ANGEHÖRIGENGRUPPE

Termine:

Dienstag, 25. April 2017 // Informationen zum Krankheitsbild Schizophrenie / Psychose – speziell für Angehörige
Dienstag, 30. Mai 2017 // Suizidalität und Aggression im Rahmen psychischer Erkrankung – speziell für Angehörige
Dienstag, 27. Juni 2017 // Möglichkeiten der Rehabilitation für psychisch kranke Menschen

Information als PDF zum Download

16 Jan 2017

Zusammen sind wir Heimat

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Homepage,
Liebe Freundinnen und Freunde des Caritasverbandes,

Ich hoffe, Sie hatten ein schönes Weihnachtsfest, dessen Botschaft noch lange nachwirkt und sind auch gut in das neue Jahr gestartet.
2016 war auch in unserem Verband ein ereignisreiches Jahr. Die im Jahr 2015 neu eröffneten Angebote unseres Verbandes im Scherer Caritaszentrum in der Cité haben sich bewährt und arbeiten erfolgreich. Im Mai 2016 haben wir im Stadtteilzentrum Briegelacker unseren Kindergarten mit der Erweiterung um zwei Krippengruppen in eine Kindertagesstätte umgewandelt.

Durchgängig hat uns leider auch in vielen Bereichen wieder die Sorge der finanziellen Absicherung begleitet. Angekündigte, zum Glück dann nicht in der Form eingetretene, Zuschusskürzungen hätten unsere Arbeit in einigen Bereichen existenziell gefährdet.

Die Caritas in Deutschland stellt das Jahr 2017 unter das Motto „Zusammen sind wir Heimat“. Caritas-Präsident Neher bezieht sich in seinem Statement hierzu vor allem auf die Menschen, die auf ihrer Flucht als Schutzsuchende zu uns nach Deutschland kommen.
Neher sagt: „…..Dabei muss das Zusammenleben in Vielfalt natürlich eingeübt werden. Deshalb sind auch alle Mitglieder der Gesellschaft dazu aufgefordert, sich damit auseinanderzusetzen. Wenn dies gelingen soll, muss man sich mit den Unterschieden in der Weltanschauung und der Lebensführung beschäftigen. Differenzen und Konflikte sind auf Basis der freiheitlich-demokratischen Grundordnung auszutragen – das gilt für Einheimische untereinander übrigens genauso wie zwischen Einheimischen und Zugewanderten.
Dabei stellt sich die Frage, welche Normen und Werte für eine demokratische Gesellschaft und ihren politischen Zusammenhalt unverzichtbar sind und welche vielleicht verhandelt werden können…“.
Als eine unverzichtbare Norm unserer Gesellschaft möchte ich die nennen, dass Meinungsverschiedenheiten in Politik und Gesellschaft mit Worten, Fakten und in einem respektvollen Umgang miteinander ausgetragen werden. Gemeinsam können die unterschiedlichsten Personen, Gruppen, Parteien so an der Gestaltung der Gesellschaft arbeiten. Hetze, Stimmungsmache und die Verbreitung von Vorurteilen und Angst helfen nicht bei Lösung von Problemen. Sie verunsichern Menschen und vergiften das gesellschaftliche Klima.
Auch im zu Ende gegangenen Jahr 2016, das von Papst Franziskus als „Jahr der Barmherzigkeit“ ausgerufen war, ist die Menschheit leider oft sehr unbarmherzig miteinander umgegangen. Dies gilt für Weltlage ebenso für manches was im Kleinen in unserem Umfeld passiert ist.
Hier möchte ich noch einmal aus der Ansprache des Caritas-Präsidenten zitieren:
„Heimat, das sind die Menschen, die sich begegnen. Heimat, das sind wir mit unseren Fähigkeiten und Talenten, unseren Träumen, Wünschen und Ängsten. Heimat entsteht, lebt und kann wachsen, indem wir unsere Sprache, unsere Kultur, unser Land teilen – nur „Zusammen sind wir Heimat.“

Hier möchte ich eindeutig die Intention des Jahresthemas erweitern. Dieses „Zusammen“ schließt alle Menschen ein, Junge, Alte, Gesunde, Kranke, Menschen mit psychischen Behinderungen, Menschen mit und ohne Wohnung, Menschen in Armut oder in Reichtum und dann natürlich auch Einheimische oder Zugewanderte.
Daran, dass es möglich ist und bleibt, dass alle zusammen an einer lebenswerten Heimat hier in Baden-Baden mitwirken, werden wir uns vom Caritasverband weiterhin beteiligen.

Ich danke allen, die uns dabei unterstützen und wünsche allen Menschen in Baden-Baden und darüber hinaus ein gesegnetes Jahr 2017 mit einem friedvollen Miteinander.

Bleiben Sie uns gewogen
Ihr
Jochen Gebele
Geschäftsführender Vorstand

03 Nov 2016

Winterzauber und Sternstunden

in der Tagespflegestätte Steinbach

Sonntag, 13. November
15.00-18.00 Uhr

An unserem Weihnachtsbasar erhalten Sie schöne Dinge zum Verschenken.
Das ganze Haus wird in vorweihnachtlichem Ambiente erstrahlen.
Leckereien rund um die Winterzeit werden angeboten.

Um 15:30 Uhr:
Musikalische Einlage mit dem Chor
Salute Nuova Voce aus Steinbach