Not sehen und handeln.
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05 Mrz 2020

Leitwort März 2020

Zeit,
die wir uns nehmen,
ist Zeit, die uns etwas gibt. (Ernst Ferstl)

 

Liebe Leser*innen, liebe Freunde des Caritasverbandes,

bereits zum siebten Mal darf ich als Fachbereichsleitung das Leitwort zu einem mir wichtigen Thema schreiben.
Wenn ich meinen Gedanken freien Lauf lasse, wenn ich die Jahre Revue passieren lasse und wenn ich darüber ins Schwärmen komme, wie wichtig mir und meinen Kolleginnen die Arbeit mit den uns anvertrauten alten und pflegebedürftigen Menschen ist, dann spielt der Faktor „Zeit“ eine sehr wichtige Rolle.
Beim Erstgespräch mit pflegenden Angehörigen thematisiere ich als Schwerpunkt unserer Arbeit bei uns in der Altenhilfe immer den Faktor „Zeit“. Zeit für Gespräche, intensive Betreuung, anregende Aktivierung und die – so wichtige – Beziehungsarbeit mit unseren Gästen, um das Wohlbefinden unserer Gäste jederzeit zu gewährleisten.

Erfreulicherweise sind wir für unsere hohe Qualität über die Grenzen der Stadt Baden-Baden hinaus angesehen. Die Arbeitsatmosphäre in unserem Team ist geprägt von gegenseitigem Respekt, Anerkennung, der fachlichen Qualifikation und der Persönlichkeit der Mitarbeitenden. Diese wertvollen Bedingungen sprechen auch unsere pflegenden Angehörigen an. Unterstützt werden wir in unserer täglichen Arbeit durch immer mehr Ehrenamtliche, die sich freiwillig aktiv engagieren und damit einen wertvollen Anteil am gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten. Zum Beispiel unterstützt uns eine ehemals pflegende Angehörige aus Dankbarkeit regelmäßig bei Spaziergängen und Aktivitäten mit unseren Gästen. Seit Herbst 2019 ergänzt unser Team eine junge Referendarin, die mir Einblick in ihre Beweggründe, ein Ehrenamt auszuführen, ermöglichte:

Was macht dein ehrenamtliches Engagement so Besonders?
Die Arbeit mit Senioren macht mir einerseits total viel Spaß und gleichzeitig gibt Sie mir persönlich sehr viel zurück. Man merkt sehr schnell, dass sich die Gäste der Tagespflegestätte sehr über den Besuch und die Hilfe freuen und sehr dankbar darüber sind, wenn sie mit anderen Menschen ins Gespräch kommen und zum Beispiel über alte Zeiten erzählen können. Gemeinsame Ausflüge, wie zum Beispiel auf die Hornisgrinde, sind aufgrund der Freude, die die Senioren uns bei solchen Ausflügen entgegenbringen, für mich unvergesslich. Man merkt, dass das, was man tut, dem anderen guttut und Freude bereitet. Solche Momente sind für mich unbezahlbar.

Wieso arbeiten junge Leute überhaupt ohne Geld dafür zu bekommen?
Ich finde es in einer Gesellschaft sehr wichtig, dass man füreinander da ist und sich gegenseitig hilft. Schließlich wachsen wir in einer Gemeinschaft auf und sind auch von Kind an auf unsere Mitmenschen angewiesen. Ich finde es sehr wichtig, gerade Menschen, die Hilfe von anderen benötigen, zu unterstützen und zwar bedingungslos. Fängt man mal mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit an, merkt man sehr schnell, dass es einen kaum wieder loslässt und einem persönlich sehr viel zurückgegeben wird. Man bekommt für ein Ehrenamt zwar kein Geld, dafür aber meines Erachtens nach etwas viel Besseres, nämlich Dankbarkeit, Liebe und Wertschätzung.

Was bringt dir diese Erfahrung für dein Leben?
Ich würde sagen, dass diese Erfahrungen meine Persönlichkeit enorm geprägt haben und mir deutlich gemacht haben, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein und füreinander einzustehen. Man könnte zwar denken, dass ehrenamtliche Tätigkeiten zusätzlich Stress bedeuten, allerdings ist das Gegenteil der Fall. Mich persönlich entschleunigen solche Tätigkeiten und geben mir Halt im sonst manchmal stressigen Alltag. Gebraucht zu werden und anderen etwas zu geben, ist für mich total erfüllend und macht mich persönlich einfach glücklich.
Jennifer Resch

Der Caritasverband Baden-Baden wird von mehr als 200 ehrenamtlichen Mitarbeitenden unterstützt, die den Wunsch haben, etwas Sinnstiftendes zu tun und ihren Mitmenschen zu helfen.
Herzlichen Dank an alle, die sich mit ihrem Ideenreichtum und ihrer Kreativität für ihre Mitmenschen einsetzen. Ehrenamt unbezahlt und unbezahlbar!
Bleiben sie uns gewogen!

Herzlichst
Ihre Manuela Lang
Fachbereichsleitung Altenhilfe

25 Jun 2020

Bericht in der aktuellen „neue caritas“: Ehrenamt im Migrationsbereich in den Zeiten von Corona

In der Caritas engagieren sich viele Menschen für Geflüchtete. Meistens wird Ihr Engagement vor Ort koordiniert, ein Teil jedoch findet in bundesweit Projekten¹ statt. Aus diesen wird über neue Engagementmöglichkeiten in Zeiten von Corona berichtet.

Die Ehrenamtskoordinierungsstellen sind dabei, sich auf die neue Lage einzustellen. Sie prüfen, wie Angebote (Beratung, Begleitung und andere Unterstützung) online oder per Telefon vorgehalten werden können. In der aktuellen Lage ist es zunächst entscheidend, den Kontakt zu den Geflüchteten aufrechtzuerhalten. Das bedeutet beispielsweise, dass E-Mail-Verteiler angelegt und aktualisiert werden, um die weitere Erreichbarkeit zu sichern, und dass Bedarfe der Geflüchteten und ihrer Familien abgefragt werden. Ihnen wird damit auch gezeigt, dass sie nach wie vor auf Unterstützung zählen können …

Vollständiger Bericht in der Ausgabe 08/2020 der „neue caritas“
(Sie werden weitergeleitet zum Artikel auf der Seite caritas.de)

03 Jun 2020

Corona-Krise: Folgen im sozialen Bereich „verheerend“

Wohlfahrtsverbände müssen teilweise Kurzarbeit anmelden / Angebot für Ältere weiter eingeschränkt

Auch in den Wohlfahrtsverbänden der Stadt werden die Angebote in vielen Bereichen allmählich wieder hochgefahren. Dennoch hat die Corona-Krise den Alltag im sozialen Bereich in den vergangenen Wochen stark verändert und auch finanziell vor große Herausforerungen gestellt …

Vollständiger Bericht aus dem Badischen Tagblatt als PDF

01 Jun 2020

Schmieder neuer Caritas-Chef

Wieder ein Wechsel an der Spitze des Wohnfahrtsverbandes / Vorgänger nur wenige Monate im Amt

Seit rund drei Monaten befindet sich der örtliche Caritasverband auf der Suche nach einer neuen Geschäftsführung. Thorsten Schmieder der seit Mitte Februar die Interimsgeschäftsführung übernommen hat wird zum 1. Juni die Geschäftsführung des katholischen Wohlfahrtsverbandes in der Kurstadt übernehmen …

Vollständiger Bericht aus den BNN als PDF

22 Mai 2020

Tagesstätten-Besucher nähen Masken

Im Caritaszentrum Cäcilienberg werden für den Gesichtsschutz alte Stoffe verwendet

Die Corona-Pandemie ist vor vielen Wochen auch in der Tagesstätte für psychisch erkrankte Menschen angekommen. Seit Mitte März können die Besucher die tagesstrukturierenden Angebote nicht mehr in gewohnter Weise in Anspruch nehmen. Damit fällt dem betroffenen Personenkreis eine wichtige Stütze in ihrem Alltag weg …

Vollständiger Bericht aus den BNN als PDF

05 Mai 2020

Offene Angebote pausieren

Sozialarbeiter im Caritas-Stadtteilzentrum unterstützen beim Homeschooling

„Wir vermissen Euch“ und „Bleiben Sie gesund“ steht in bunten Buchstaben am Balkongeländer des Stadtteilzentrum Briegelacker des Caritasverbandes Baden-Baden. Normalerweise ist das Stadtteilzentrum voll mit Leben und wird von vielen Menschen besucht. Aber seit Mitte März ist das natürlich auch hier anders …

Vollständiger Bericht aus den BNN als PDF