Not sehen und handeln.
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12 Sep 2018

Leitwort September 2018

Der Sozialpsychiatrische Dienst (SpDi) des Caritasverbandes Baden-Badene.V.
– die Sicht eines betroffenen Ratsuchenden

Ich wurde seitens des Caritasverbandes gefragt, ob ich das nächste Leitwort schreiben wolle. Ich stellte mir die Frage, was der SpDi eigentlich für Betroffene bedeutet, und zwar in Krisenzeiten, in stabilen und instabilen Phasen. Und wie können sie davon profitieren, objektiv bzw. subjektiv.

1996 trat ich das erste Mal in Kontakt mit dem Caritasverband, wobei ich ein Psychose-Seminar als Teilnehmer und als Mitarbeiter der Werkstatt der Lebenshilfe begleitete. Ich war schon damals von der Arbeit dieser Leute beeindruckt. Ich selbst bin seit 1981 immer wieder an Psychosen und Depressionen erkrankt – also chronisch psychisch krank. Meine vorherigen Erfahrungen mit Kliniken, Ärzten, Ämtern und Einrichtungen kann man nicht als durchgängig positiv bezeichnen.

Etwa zwei Jahre später nahm ich das erste Mal die Dienste des SpDi in Anspruch, indem ich zur Beratung ging, und danach immer wieder einmal. Seit ein paar Jahren habe ich ein monatliches Begleitgespräch über mich, meine Situation und mein Umfeld. Durch die Vermittlung des Caritasverbandes Baden-Baden bin ich schließlich ehrenamtlicher Mitarbeiter der IBB (Informations-, Beratungs- und Beschwerdestelle) Baden-Baden/Rastatt geworden. Aber das nur am Rande.

Wichtig für mich bei den Beratungsstunden war immer der Austausch auf Augenhöhe, der hier tatsächlich stattfindet. Sicherlich, in Krisenzeiten gibt es nicht immer eine Lösung oder eine Abwendung des Krankheitsausbruchs, aber der Kranke wird mit seinem Dilemma nicht allein gelassen. In instabilen Phasen kann der Mitarbeiter des SpDi mit konkretem Rat und Begleitung – bis hin zur Klinikpforte – oftmals hilfreich intervenieren. In stabilen Zeiten dagegen den Betroffenen stärken und in seiner positiven Haltung bestätigen.

In der Begleitung psychisch erkrankter Menschen stößt auch der SpDi an seine Grenzen, wenn es um akute Notfälle geht. Aber wir Betroffenen wissen auch, dass in diesen akuten Krisenzeiten letztendlich der Arzt bzw. eine Klinik gefragt ist. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es immer auf die Zusammenarbeit und das gegenseitige Vertrauen der beteiligten Personen ankommt.

Wir Betroffenen können durchaus vom Angebot des SpDi profitieren. Dazu gehören auch Freizeit-, Beschäftigungs- und Arbeitsangebote. Wir haben die Möglichkeit, in Gemeinschaft mit anderen Betroffenen und den Mitarbeitenden unsere Möglichkeiten und inneren Werte besser zu begreifen und uns auch mitzuteilen.

Also: Das war es in Kürze. Ich hoffe, den ein oder anderen neugierig gemacht zu haben.

Übrigens: Der Caritasverband bzw. der SpDi sucht immer wieder ehrenamtliche Mitarbeiter, die bereit sind, Vorurteile und Berührungsängste beiseite zu schieben und sich dort einzubringen.

 

 

 

 

Olaf Schädlich
Betroffener und Ehrenamtlicher der IBB-Stelle Baden-Baden / Rastatt

14 Sep 2018

Ab 4. Oktober: WALK ´N´ TALK – Nordic Walking-Kurs für Einsteiger

In dem inklusiven Nordic Walking-Kurs für Einsteiger*innen werden in 6 Einheiten die Grundtechniken und individuelle Trainingsmethoden in der schönen Lichtentaler Allee vermittelt.

Start: 04.10.2018 am Caritaszentrum Cäcilienberg
Uhrzeit: jeweils von 10:00 bis 11:30 Uhr

Ansprechpartnerin: Tatjana Hofmann (Nordic Walking-Instructor)
Tel. 07221 92394-50

Buchbar bei der VHS Baden-Baden e.V. – G146

Plakat als PDF zum Download

14 Sep 2018

Ab 9. Oktober im Caritaszentrum Cäcilienberg: INKLUSIVES KUNSTPROJEKT

Die Baden-Badener Künstlerin Marita Braun und der Caritasverband Baden-Baden e.V. bieten erneut einen inklusiven Kunst-Workshop zum Thema „Portraits in Acryl und/oder Öl“ an.
Immer dienstags von 14:00 – 16:30 Uhr im Caritaszentrum Cäcilienberg

Die Kurse sind für Anfänger*innen geeignet und sind buchbar bei der VHS Baden-Baden e.V. – K115

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter Telefon: 07221 92394-0

Plakat als PDF zum Download