Not sehen und handeln.
27 Jun 2022

Wir suchen zum 01. September 2022 oder später eine*n Sozialarbeiter*in, Sozialpädagoge*in (m/w/d)

Der Caritasverband Baden-Baden e.V. sucht für seine Wohnungslosenhilfe zum 01.09.2022 eine*n Sozialarbeiter*in/Sozialpädagogen*in mit einem Stellendeputat von 75 – 100 %.

Schwerpunkt der Tätigkeit ist die Betreuung und Begleitung der stationären Klienten im Rahmen der §§ 67 ff. SGB XII im Rahmen eines Gesamtplanverfahrens und die Vertretung der ambulanten Fach-beratungsstelle.

Wir wünschen uns ein belastbares Organisationstalent, das gerne selbständig und eigeninitiativ ar-beitet und sich mit den Zielen eines christlichen Wohlfahrtsverbandes identifiziert. Darüber hinaus sollte ein Hochschulabschluss im Bereich Soziale Arbeit oder einem vergleichbaren Abschluss vor-handen sein. Ein Führerschein der Klasse B ist zwingend erforderlich.

Wir bieten einen interessanten und abwechslungsreichen Arbeitsplatz in einem engagierten Team mit langjähriger Erfahrung, die Möglichkeit zu selbständigem Arbeiten sowie Vergütung und Sozial-leistungen nach AVR, Kirchliche Zusatzversorgungskasse, Fortbildungen, Supervision, uvm.

Die Stelle ist unbefristet zu besetzen.

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27 Jun 2022

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt Sozialarbeiter*innen, Sozialpädagoge*innen (m/w/d)

Der Caritasverband Baden-Baden e.V. sucht für die Projekte „Werkstatt Integration“ und „Caritas4U“ im Stadtteilzentrum Briegelacker zum 01. Juli 2022 eine Sozialarbeiter*in/Sozialpädagogen*in in Teil-zeit (80 %).

Das Stadtteilzentrum Briegelacker ist eine Begegnungs- und Veranstaltungsstätte für die Stadt Baden-Baden. Die sozialraumorientierte Integrationsarbeit der des Zentrums setzt sich aus gemeinwesenorientierten Angeboten für alle Altersklassen sowie der allgemeinen Förderung der Integration zusammen. Diese beiden Bereiche sind Grundlage unseres sozialpädagogischen Handelns und bilden die Basis unserer vielfältigen Angebote und Dienste.

Eine Stellenteilung in Teilzeitstellen ist möglich.

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24 Jun 2022

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt Erzieher*innen (m/w/d) für unsere Caritas-Kindertagesstätte in Baden-Baden.

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt Erzieher*innen (m/w/d) für unsere Caritas-Kindertagesstätte in Baden-Baden.

Stellenumfang 100 % und 87 % (kann auch geteilt werden)
Einsatz im Ü3-Bereich

Die Kindertagesstätte ist Teil des Stadtteilzentrum Briegelacker. Dieses leistet seit 1994 eine genera-tionenübergreifende Integrationsarbeit für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Wohngebiet Briegelacker in Baden-Baden. Neben Kindergarten, Kinder- und Jugendtreffs sowie verschiedenen Begegnungsangeboten gibt es in unserem Haus Projekte im Bildungsbereich, Beratung, Förderung und Unterstützung in vielfältiger Form. Im Mai 2016 wurde der Kindergarten mit 2 Ü3-Gruppen um 2 Krippengruppen erweitert und bietet nun als viergruppige Kindertagesstätte verlängerte Öffnungszeiten bzw. Ganztagsbetreuung an. Nahezu 100% der Kinder und Familien stammen aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion, Osteuropa, Südeuropa sowie Afrika und Asien.

Die Kindertagesstätte bietet:
– Förderung in den Bildungs- und Entwicklungsfeldern Körper, Sinne, Sprache,
Denken, Gefühl und Mitgefühl sowie Sinn, Werte, Religion nach dem Orientierungsplan für das Land Baden-Württemberg.
– Sprachförderung, Interkulturelle Erziehung, Angebote für Eltern, Eltern-Kind-Bibliothek

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21 Jun 2022

Wir suchen zum 01.09.22 eine FSJler*in (m/w/d)

Wir suchen zum 01.09.22 eine FSJler*in (m/w/d) für unsere Caritas-Kindertagesstätte in Baden-Baden

Die Kindertagesstätte ist Teil des Stadtteilzentrum Briegelacker. Dieses leistet seit 1994 eine generationenübergreifende Integrationsarbeit für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Wohngebiet Briegelacker in Baden-Baden. Neben Kindergarten, Kinder- und Jugendtreffs sowie verschiedenen Begegnungsangeboten gibt es in unserem Haus Projekte im Bildungsbereich, Beratung, Förderung und Unterstützung in vielfältiger Form. Im Mai 2016 wurde der Kindergarten mit 2 Ü3-Gruppen um 2 Krippengruppen erweitert und bietet nun als viergruppige Kindertagesstätte verlängerte Öffnungszeiten bzw. Ganztagsbetreuung an. Nahezu 100% der Kinder und Familien stammen aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion, Osteuropa, Südeuropa sowie Afrika und Asien.

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23 Mai 2022
Drei Mittelmeer-Tamarisken zieren jetzt das ehemalige Landesgartenschaugelände

Drei Mittelmeer-Tamarisken zieren jetzt das ehemalige Landesgartenschaugelände.

Im Rotenbachtal oberhalb der Cornus-Collection, wie diese spezielle Anpflanzung betitelt wurde, sollen sie nicht nur prächtig heranwachsen. Für die Mitglieder der Eritreischen Traditions- und Kulturvereinigung haben speziell diese Gewächse eine besondere Bedeutung. Sie sehen einer Tamarisken-Art, wie sie in der früheren Heimat gedeihen, sehr ähnlich, erklärt Fachbereichsleiter Park und Garten, Markus Brunsing, der sie gemeinsam mit den Spendern ausgewählt hat. Lange schon habe seitens des Vereins der Wunsch nach einer Baumpflanzung bestanden, freut sich Brunsing, dass man nun einen geeigneten Platz gefunden habe. Dieser liegt – wie der Vorsitzende Berhane Gheremarian erklärt – in unmittelbarer Sichtachse zum Annaberg, dorthin wo die Gruppe in den 1980er Jahren nach ihrer Ankunft in Baden-Baden ihre erste Unterkunft beziehen konnte.

„Diese neu gepflanzten Bäume sollen an verstorbene Freunde und Angehörige in Eritrea erinnern“, erklärt Vorstandsmitglied Tewelde Foto. Die gesamte Aktion wurde durch Frank Herzberger vom Stadtteilzentrum Briegelacker des Caritasverbands, in dem sich der Verein seit vielen Jahren regelmäßig trifft, begleitet und unterstützt.

08 Mrz 2022

OB-Wahl Kandidatenvorstellung – „Public Viewing“ beim Caritasverband

Eine Wahlberechtigung zu haben heißt noch lange nicht, dass sich diese auch einfach wahrnehmen lässt. Agnes Lemcke vom Stadtteilzentrum Briegelacker des Caritasverbands Baden-Baden kennt aufgrund ihrer langjährigen Berufserfahrung diese Hürde nur allzu gut und sorgte gemeinsam mit ihrem Kollegen Adrian Struch dafür, dass am Montagabend mit einer Art Public Viewing zumindest ein kleiner Hemmschuh bezüglich der Informationsmöglichkeiten minimiert wurde.

Wer hier im Einzugsgebiet lebt, hat oftmals nur erschwert oder gar keinen Zugang zu digitalen Medien. Zuweilen sind es auch sprachliche Barrieren, die den Informationsfluss blockieren. Doch die Wahl eines Stadtoberhaupts wird auch hier sehr hoch eingeschätzt, so war immer wieder zu hören.

„Wir hatten uns deshalb entschlossen eine Möglichkeit zu schaffen, die formelle Präsentation der Kandidaten gemeinsam anzuschauen.“
Der große Saal im Stadtteilzentrum wurde zu diesem Zweck eigens mit corona-konform auseinandergerückten Stühlen und einer großen Leinwand bestückt. Auch eine Dolmetscherin wurde organisiert, da Wahl-Reden oft schnell gehalten werden und mit vielen Fremdworten bestückt sind.

„Viele unserer Besucher*innen haben die Möglichkeit nicht, sich diese Veranstaltung zuhause anzuschauen.“ Auch den Weg ins Kurhaus würden sie wohl eher scheuen.
So fand sich am Montagabend im Stadtteilzentrum bei weit geöffneten Fenstern eine kleine interessierte Gruppe ein, ebenso eine Reihe von Fachbereichsleitern, um gemeinsam die Online-Veranstaltung mitzuverfolgen. Konzentriertes und zugleich gespanntes Schweigen herrschte dabei bis zum Schluss. Ob und in welcher Weise die Anwesenden nun ihr Wahlrecht ausüben werden – das müssen sie nun letztlich selbst, jeder für sich im stillen Kämmerlein entscheiden.

09 Nov 2021

Projekt „AusWegweiser“

Loslaufen und doch nicht wirklich ankommen. Scheitern, weil einfach alles zu viel wird. Die Gründe dafür, dass nicht alle jungen Menschen auf vergleichsweise bequemen Pfaden in Richtung Zukunft aufbrechen können, sind vielfältig, weiß Mirela Marasovic aus ihrer täglichen Arbeit im Projekt „AusWegweiser“ sehr gut.
Die diplomierte Sozialpädagogin und Systemische Therapeutin betreut beim Caritasverband Baden-Baden e.V. Jugendliche und junge Erwachsene, die sehr individuelle Hilfen benötigen. Viele stehen mit dem Rücken an der Wand, wenn es zum Erstkontakt kommt. Der Zugang der Teilnehmer erfolgt in der Regel durch den Fachbereich Bildung und Soziales, mit unter dem Jugendamt. „Wir sind die niederschwelligste Anlaufstelle in der Stadt.“ Wer hier ankommt, der hat meist alle angebotenen Chancen aus diversen Gründen ungenutzt verstreichen lassen, erzählt sie von einem 19-Jährigen, der seinen Unterschlupf verlor, keine Papiere und selbstredend kein Geld mehr besaß. Der Schritt in die Obdachlosigkeit ist ein Schock und es braucht Zeit dies zu verarbeiten. Ohne Hilfe von Dritten ist hier kaum mehr ein Ausweg möglich. „Menschen in solchen Lebenssituation brauchen ganz einfach Unterstützung.“ Und die sieht meist sehr individuell aus, muss maßgeschneidert sein und kostet die Beteiligten oftmals sehr viel Nerven. „In einem solchen Fall kommen so viele Aufgaben auf den Betroffenen zu, dass viele einfach den Kopf in den Sand stecken.“ Dann geht es gemeinsam los. Die Probleme werden Schritt für Schritt angegangen, Konto eröffnen, Antrag um Antrag ausfüllen, vielleicht zurück auf die Schule oder eine Ausbildungsstelle finden, eine Wohnung suchen.

Seit das AusWegweiser-Projekt, an dem auch die Stadt Baden-Baden und das Jobcenter beteiligt sind, 2018 dank der finanziellen Unterstützung durch den Europäischen Sozialfonds in Baden-Württemberg an den Start ging, haben hier fast 100 Teilnehmer Hilfe der unterschiedlichsten Art bekommen. „Wenn ich merke, dass da was voran geht, gibt mir das neue Kraft.“ Die braucht sie an manchen Tagen in hohem Maße. Etwa dann, wenn einer ihrer Schützlinge wieder einmal nicht zur Arbeit erschienen ist, der Betrieb anruft und sie denjenigen suchen geht. „Wer 19 Jahre lang gegen den Strom geschwommen ist, den kann man nicht in einem zweistündigen Gespräch auf einen anderen Weg bringen.“ Das braucht einen langen Atem.

Alleine sei das kaum zu schaffen, ist sie froh um Helfer wie Stephan Wirtz, der im Januar 2021 in Rente ging und gleich darauf in ihr Team der Ehrenamtlichen stieß. „Ich habe schon immer gewusst, dass Couching und Sport nicht alles für mich sein würden“, erklärt der studierte Gymnasiallehrer und Industrie-Kaufmann sein Engagement, zu dem auch die Betreuung mehrerer junger Flüchtlinge zählt. „Es geht ums Fördern und Fordern“, macht er deutlich. „Soziale Hängematte ist nicht“, brauche es auch ein Signal vom Gegenüber, um dranzubleiben. „Langmut gehört zwar unbedingt dazu. Aber irgendwann endet sie.“

Denn letztlich geht es hier um Klartext und die Verbesserung der Lebensumstände, pflichtet ihm Mirela Marasovic bei. Und das sei ein echtes Herzensprojekt, entwickelt vor über vier Jahren vom heutigen Caritas-Geschäftsführer Thorsten Schmieder.

Foto: Bettina Ams / Caritasverband Baden-Baden e.V.

05 Nov 2021

„Straßenbücherei“ vor dem Stadtteilzentrum Briegelacker gut frequentiert

„Heute habe ich wieder neue Leser gewonnen“, erzählt Uli Brandstätter stolz und lacht, während sie die Bücher wieder in die Kisten packt.
Jeden Donnerstagvormittag steht die ehrenamtliche Mitarbeiterin für 2 Stunden mit der „Straßen-Bücherei“ unter dem roten Pavillon vor dem Stadtteilzentrum Briegelacker des Caritasverbandes Baden-Baden und verleiht Bücher und Spiele für alle Altersgruppen. Und fast jedes Mal bleiben wieder neue Interessierte stehen und leihen sich etwas aus.
„Wir sind selbst überrascht, wie toll das Projekt angenommen wird“, freut sich Agnes Lemcke, Mitarbeiterin des Stadtteilzentrums, die für die Koordination und Organisation der Straßenbücherei zuständig ist.

Unter dem Jahresmotto des Caritasverbandes #DasMachenWirGemeinsam hat die Caritasstiftung im Frühjahr Gelder für Projekte zur Verfügung gestellt, mit denen Defizite, die durch die Lockdowns für die Familien entstanden sind, ausgeglichen werden sollten.

„Durch die längeren Schließungen der Schulen, Kitas, Sprachkurse, Büchereien und sonstigen Einrichtungen, entstand in vielen Familien ein großes Defizit an Bildungsmaterial – und zwar bei allen Familienmitgliedern. Die Kinder bekamen keine Anregung durch Bilderbücher oder Spiele in der Kita, – die Eltern konnten keine Sprachkurse besuchen oder sonstige Treffpunkte, bei denen sie die deutsche Sprache anwenden können.“ schildert Lemcke die Situation, im Frühjahr dieses Jahres.
So wurde die „Straßenbücherei“ als Projektidee geboren. Durch die Präsentation vor dem Haus ist das Angebot coronakonform und sehr niedrigschwellig. Das macht den Zugang zu Spiel- und Bildungsmaterial für alle Interessierte möglich.

Angeboten werden Romane, Sachbücher und Brettspiele für alle Altersklassen. Das Besondere ist, dass es auch Bücher in leichter deutscher Sprache sowie in verschiedenen Sprachen – bzw. als mehrsprachige Ausgabe gibt. „Besonders gefragt sind Bücher, in denen Deutsch spielerisch gelernt werden kann“, berichtet Uli Brandstätter, die der Leserkundschaft beratend zur Seite steht und auch die Leser-Ausweise erstellt.

Inzwischen hätte sie auch schon Stammkunden, die jede Woche etwas ausleihen. „Es funktioniert auch gut, mit dem zurückgeben“, informiert sie. Es kam bisher nur sehr selten vor, dass ein Buch nicht wieder zurück gebracht wird. In der kälteren Jahreszeit wird die Bücherei in den Eingangsbereich des Stadtteilzentrums ziehen. Aber auch da wird sie sicher noch ein fester Anziehungspunkt bleiben, sind sich die ehrenamtliche und Hauptamtliche Mitarbeiterin einig. Als Zeichen, dass die Bibliothek „geöffnet“ ist steht vor der Tür ein großes rotes Caritas-Segel mit Willkommensgrüßen in zahlreichen Sprachen.

04 Okt 2021

„Afrikultur“ – Eine Lese-Reise im Stadtteilzentrum Briegelacker

Ein Hauch von Afrika lag in der Luft, während der ausgebuchten Lesung von Leonie Ganyou-Diefe, die ihr erstes eigenes Buch, „Afrikultur“ im Rahmen der „Interkulturellen Wochen“ vorstellte. Die Lesung fand im Rahmen der Interkulturellen Woche der Stadt Baden-Baden statt und stieß auf sehr großes Interesse, was die Veranstalter, das Stadtteilzentrum Briegelacker des Caritasverbandes Baden-Baden e.V. und die Autorin sehr freute. Zunächst bedankte sich Leonie Ganyou-Diefe bei zahlreichen Unterstützern und Förderern, und auch bei ihrer Familie, die sie in ihrem Projekt sehr unterstützt hat. Sehr lebendig, mit vielen praktischen Beispielen aus ihrem Leben schilderte sie anschließend die Traditionen der „Grassfield-Kultur“, der sie – aus Kamerun stammend – angehört. Die Bezeichnung „Grassfield“ kommt aus der Kolonialzeit und bezeichnete ursprünglich die „Bewohner des Grasfeldes“ informiert die Autorin, die inzwischen deutsche Staatsbürgerin ist, die interessierten Zuhörer. „Es ist wichtig, dass man seine Wurzeln kennt, damit man weiß, wohin man gehen möchte“ – wiederholt sie immer sehr eindringlich und liest – unterstützt von ihren Kindern Valerie und Stefan – Passagen aus ihrem Buch vor. „Musik ist bei uns sehr wichtig, es gibt eigentlich nichts ohne Musik in unserem traditionellen Leben“ erzählt sie und so wird auch während der Lesung immer die passende traditionelle Musik eingespielt was die Zuhörer sichtlich bewegte.

Spannend war auch der lange Weg zur Eheschließung, den die Autorin sehr anschaulich schilderte:“ Dass man einfach nach Hause kommt und sagt: Hallo, das ist jetzt meine neue Freundin“ – das geht gar nicht bei der Grassfield-Kultur“ lacht die überhaupt sehr fröhliche Schriftstellerin. Die einzelnen Schritte vom „Anklopfen“ des Bräutigams bis zu dem Besuch der Großmütter, die die zukünftigen Eheleute durchlaufen müssen, wurden von Ganyou-Diefe und ihren beiden Kindern sehr anschaulich geschildert.

Am Ende der Lesung ging es auch um das Ende des Lebens und die Zuhörer erfuhren wie anders man in anderen Kulturen mit dem Tod umgehen kann. Die Trauerfeiern bei den Grassfield sind sehr große Feste und sind auch an sehr viele Riten geknüpft. Da der Tod für sie auch eine Wiedergeburt in ein neues spirituelles Leben bedeutet, wird nachdem die einzelnen Trauer-Rituale mit entsprechendem Gesang und Musik durchlaufen sind und viel geweint und wehgeklagt wurde, die Trauerstätte fröhlich verlassen und fröhliche Musik gespielt. Mit dieser fröhlichen Musik ging schließlich auch ein eindrucksvoller Abend zu Ende und die annähernd 40 Besucher konnten einen Hauch von Afrika nach Hause mitnehmen.

Das Buch „Afrikultur“ von Leonie Ganyou-Diefe ist im Aquensis-Verlag Baden-Baden erschienen und ist bald im Buchhandel, jetzt bereits schon bei der Buchhandlung Strass erhältlich.