Investoren geht es in der Regel darum, ihr Geld möglichst zu vermehren. Das ist bei der Investition in ein soziales Unternehmen, zumindest in Form direkt erwirtschafteter Zinsen, natürlich ausgeschlossen. Aber das soziale Unternehmen hat dem trotzdem etwas entgegenzusetzen.

Der Mangel an Finanzierungsmöglichkeiten ist die größte Herausforderung, die ein Sozialunternehmen heute meistern muss.
Ein „normales“ Unternehmen kann sich an die Börse, an Banken, an Beteiligungsfonds oder Wagniskapitalgeber wenden, wenn der Finanzbedarf steigt. Außerdem kann es, verkürzt dargestellt, die Preise seiner Produkte erhöhen, rationalisieren oder ins billigere Ausland abwandern.

Ein Sozialunternehmen, wie auch der Caritasverband eines ist, ist nicht monetär profitabel und erwirtschaftet auf dieser Seite der Gleichung keine Rendite. Darüber hinaus kann es weder in einem höheren Maße rationalisieren, noch wirklich die „Preise“ erhöhen und schon gar nicht den Ort seines Wirkens verlassen. Überleben kann es nur durch staatliche, kommunale und – wie in unserem Falle – durch kirchliche Subventionen, die Unterstützung gemeinnütziger Stiftungen und durch die Spenden und den Einsatz vieler Personen, Vereinigungen oder Firmen, die sich dafür entscheiden, ein Projekt, eine Einrichtung oder den Caritasverband als solchen zu unterstützen.

Doch was kommt dabei als Rendite wieder zurück? Hierbei ist – abgesehen einmal von einer eventuellen Steuerersparnis – mehr möglich als man gemeinhin denkt. Man könnte beispielsweise Beziehungen in bislang unbekannte Bereiche knüpfen, wie es unter Anderem das Projekt „gemeinsam gewinnen“ verspricht, bei dem den Mitarbeitern des jeweils beteiligten Unternehmens Einblicke in bislang fremde Welten innerhalb einer sozialen Einrichtung ermöglicht und soziale Kompetenzen gefördert werden.
Oder aber auch ein durchaus legitimer Werbenutzen: Es ist schon lange nicht mehr verpönt über das Gute, das man tut auch zu sprechen. Und viele Verbraucher orientieren sich mittlerweile eben auch daran, was ein Unternehmen, außer einem guten Produkt oder Dienstleistung, sonst für die Gesellschaft erbringt.

Bedürftigen Menschen Essen, Kleidung und Wohnung zu sichern, kranken, alten oder behinderten Menschen ein würdevolles Leben oder Kindern aus sozial benachteiligten Familien eine angemessenen Bildung zu ermöglichen, all das erbringt zweifelsohne eine wertvolle soziale Rendite, die für den sozialen Investor auch in wirtschaftlicher Hinsicht durchaus interessant sein kann.

Und in Verbindung mit den genannten Möglichkeiten ergeben sich darüber hinaus vielfach Situationen, bei welcher alle gewinnen werden und niemand etwas verlieren kann. Versuchen Sie das einmal mit einer Geldanlage zu erreichen!!!!!!!

Ihr
Martin Schröder
Verwaltungsleiter